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Bußgeld gegen Google : Kartellstrafe drückt Gewinn von Alphabet

Teure EU-Strafe drückt die Stimmung bei Google, hier am Sitz in Kalifornien. Bild: dpa

Das in Europa verhängte Rekordbußgeld gegen den Internetkonzern Google belastet dessen Mutterholding. Dies passiert nicht zum ersten Mal.

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          Für Google wird es allmählich zur Gewohnheit: Die EU-Kommission verhängt eine Milliardenstrafe gegen den amerikanischen Internetkonzern, und prompt fällt der Gewinn von dessen Mutterholding Alphabet. So war es im zweiten Quartal 2017, und so ist es nun auch im zweiten Quartal dieses Jahres. In seinem am Montag nach Börsenschluss vorgelegten Quartalsbericht meldete Alphabet einen deutlichen Gewinnrückgang.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Die EU-Kommission hatte in der vergangenen Woche entschieden, Google müsse wegen missbräuchlicher Geschäftspraktiken rund um sein Betriebssystem Android eine Strafe von 4,3 Milliarden Euro zahlen. Dies ist höchste Kartellbuße, die jemals in einem solchen Fall in Europa verhängt wurde. Auch die Ergebnisse des vergleichbaren Vorjahresquartals waren schon von einer Kartellstrafe getrübt. Damals war es ein Bußgeld von 2,4 Milliarden Euro wegen Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung bei einem Preisvergleichsdienst. Der Nettogewinn von Alphabet im abgelaufenen Quartal betrug 3,2 Milliarden Dollar und war damit neun Prozent niedriger als im Vorjahr. Ohne die beiden Kartellbußen wäre der Gewinn nach Angaben des Unternehmens allerdings um 32 Prozent gestiegen.

          Jenseits der Folgen der Kartellauseinandersetzung fiel der Quartalsbericht indessen besser als erwartet aus, und der Aktienkurs von Alphabet legte im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als vier Prozent auf ein neues Rekordhoch zu. Der Umsatz des Konzerns sprang im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 32,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 32,2 Milliarden Dollar gerechnet. Das Ergebnis je Aktie vor Sonderposten von 11,75 Dollar war ebenfalls besser als vorhergesagt.

          ALPHABET INC.CL.A DL-,001

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          Google ist die Kernsparte von Alphabet, zu ihr gehören neben der gleichnamigen Suchmaschine auch eine Reihe anderer Dienste wie Android oder die Videoseite Youtube. Daneben hat Alphabet noch mehr als ein Dutzend anderer Einheiten, etwa Waymo, einen Spezialisten für selbstfahrende Autos, oder den Medizintechnikanbieter Verily. Diese anderen Sparten bewegen sich oft in zukunftsträchtigen Gebieten, bringen aber bislang noch kaum Geld in die Kasse. Im abgelaufenen Quartal lag ihr kombinierter Umsatz bei 145 Millionen Dollar, und sie brachten einen Betriebsverlust von 732 Millionen Dollar ein.

          Dagegen ist Google selbst weiterhin eine Geldmaschine. Dabei entfallen mehr als 85 Prozent des Umsatzes auf Werbung, und dieser Umsatz hat im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent zugelegt. Nach wachstumsstärker mit einem Plus von 36 Prozent waren indessen die anderen Umsatzquellen, wozu unter anderem das Geschäft mit Cloud Computing gehört. Ähnlich wie die Wettbewerber Amazon und Microsoft stellt Google hier Unternehmen, die ihre Informationstechnik ins Internet verlagern wollen, Rechnerkapazitäten zur Verfügung.

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