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Kampf gegen das Coronavirus : Teure Hilfen

  • -Aktualisiert am

Auch Iran ist betroffen: Ein junges Paar trägt Mundschutzmasken, als es durch die Straßen von Teheran geht. Bild: dpa

Pandemie-Bonds der Weltbank könnten ärmeren Ländern helfen. Doch es ist fraglich, ob Geld wirklich fließt.

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          Der Erfindergeist der Finanzmärkte ist grenzenlos. Es gibt sogar Wertpapiere, die für den Kampf gegen Pandemien wie das Coronavirus konstruiert sind. Für die Finanzierung dieser Aufgabe sollte die Welt jedoch nicht allein auf private Investoren hoffen.

          Die insgesamt 320 Millionen Dollar schweren Pandemiebonds der Weltbank reichen wohl gerade für Hilfen an besonders arme betroffene Länder. Zudem entscheidet sich erst nach Ablauf einer noch Wochen dauernden Frist, ob überhaupt Geld aus den Taschen von Finanzinvestoren abgezogen wird.

          Das hängt am Ende von objektiven aber äußert komplizierten Kriterien ab, die sich im Kleingedruckten der Wertpapierprospekte finden. Private Investoren geben nämlich nur Geld, wenn sie glauben, die Risiken berechnen zu können. Zudem mussten die wohlhabenderen Geberländer der Weltbank kräftig in Vorleistung gehen, um Investoren für die Finanzierung des Kampfes gegen Pandemien an Bord zu holen.

          So erhalten die Anleiheeigentümer hohe Zinsaufschläge als Ausgleich für das Ausfallrisiko. Das Geld dafür kommt zum großen Teil aus den Taschen der Steuerzahler in den von Niedrigzinsen geplagten Geberländern.

          Mark Fehr
          Redakteur in der Wirtschaft.

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