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Schon gehört, dass...? : Spekulationen über neue Aufgaben für Jörg Kukies

Jörg Kukies, Staatssekretär im Finanzministerium Bild: Florian Gaertner/photothek.net M

Der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium wird gleich für zwei Posten gehandelt. Auch die Südwestbank, die spanische Bank Santander und die Helaba sind mit Neuigkeiten im Gespräch.

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          Schon gehört, dass über Jörg Kukies’ Zukunft spekuliert wird? Der frühere Goldman-Sachs-Co-Chef Deutschland und heutige Staatssekretär im Bundesfinanzministerium wird mal als neuer Bafin-Präsident, mal ab Mitte 2021 als Nachfolger von Günther Bräunig auf dem Vorstandsvorsitz der staatlichen Förderbank KfW gehandelt. Ein solcher Wechsel wäre heikel und ist unwahrscheinlich, denn Kukies ist als Vertreter von Minister Olaf Scholz derzeit in vielfältige Kontrollaufgaben etwa im Verwaltungsrat der KfW eingebunden.

          Hanno Mußler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch klar ist auch: Falls die SPD nach der Bundestagswahl das Bundesfinanzministerium verliert, braucht Kukies eine neue Aufgabe. Denn dass das 52 Jahre alte SPD-Mitglied auch nach einer Abwahl über Gestaltungsdrang verfügt, daran gibt es wenig Zweifel.

          Schon gehört, dass die Südwestbank ihre Banklizenz zurückgegeben hat? 1922 als Württembergische Landwirtschaftsbank gegründet, wird sie jetzt von ihrem Eigentümer, der österreichischen Bank Bawag, zu einer Niederlassung degradiert.

          Schon gehört, dass die spanische Großbank Santander im dritten Quartal 1,75 Milliarden Euro verdient hat, nun im Jahr 2020 dank Kostensenkungen mit 5 Milliarden Euro Gewinn rechnet und gleichwohl plant, ihre Kosten bis 2022 um weitere 1 Milliarde Euro zu senken?

          Schon gehört, dass Jürgen Wiedmann schon Anfang Oktober in die Geschäftsführung der Helaba Invest eingetreten ist? Der frühere LBBW-Manager Wiedmann kommt von der Muttergesellschaft Helaba und löst Christian Popp ab, der schon zum 31. Oktober in den Ruhestand getreten ist.

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