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Amerikas Aktien : Die längste Gewinnserie seit 60 Jahren

  • Aktualisiert am

Warten aufs neue Jahr: Ein Händler an der New Yorker Börse. Bild: Reuters

Amerikas Unternehmen sind 2017 viel wertvoller geworden. Das bringt Aktionären Gewinn. Aber die Sache ist nicht so gut, wie sie scheint.

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          Zum Abschluss des Börsenjahres 2017 geht ist den amerikanischen Börsen die Puste ausgegangen. Der Dow Jones schloss am Freitag 0,5 Prozent im Minus bei 24.719 Punkten. Mit einem Gesamtplus von 25,2 Prozent schaffte der Standardwerteindex dennoch den größten Jahresgewinn seit 2013. Dabei legte er seit dem Frühjahr neun Monate in Folge zu. Das ist die längste Serie seit fast 60 Jahren.

          „2017 war ein großartiges Jahr für die Märkte“, sagte Arian Vojdani, Investmentstratege bei MV Financial. „Sollten Gewinne und Preise sich weiterhin annähern, wäre ich nicht allzu besorgt.“ Fachleute gehen davon aus, dass die Rally auch 2018 anhält, befeuert durch die Steuerreform in den USA, welche die Gewinne der Unternehmen nach oben treibt.

          S&P gewinnt im Jahr 19,5 Prozent

          Der breiter gefasste S&P 500 verlor ebenfalls 0,5 Prozent auf 2674 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,7 Prozent auf 6903 Zähler nach. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus beim S&P auf 19,5 Prozent, beim Nasdaq auf 28,2 Prozent – auch das ist so viel wie seit 2013 nicht mehr.

          Auch politische Krisen wie die Spannungen in Nordkorea konnten die Stimmung nicht trüben. Der S&P schloss nur viermal in diesem Jahr mehr als ein Prozent tiefer. Vor allem die Technologiewerte waren bei den Anlegern 2017 beliebt. Lediglich die Sektoren Telekom und Energie gingen mit roten Zahlen aus dem Jahr. „Die Frage ist nun, was 2018 passiert“, sagte Sam Stovall, Chefstratege bei CFRA Research. „In den Kursen ist eine Menge Optimismus eingepreist, was den Weg für eine Enttäuschung bereitet.“

          S&P 500

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          Weniger Gewinn in Euro

          Die Aktienkurse profitierten allerdings auch davon, dass gleichzeitig der Dollar schwächer wurde. Donald Trump hatte gesagt, Amerikas Währung sei zu stark. Prompt gab sie nach. Gegenüber den wichtigsten anderen Währungern verlor der Dollar übers ganze Jahr rund acht Prozent. Das führt dazu, dass sich Amerikaner von ihren Gewinnen weniger im Ausland kaufen können – und dass Europäer von den Kurssteigerungen amerikanischer Aktien weniger haben. In Euro gerechnet, beträgt das Plus des breiten S&P-Index nur noch knapp 5 Prozent, das des Technik-Index Nasdaq Composite schrumpft auf 12,5 Prozent.

          Bei den Unternehmen stand am Freitag Amazon im Rampenlicht. Amerikas Präsident Donald Trump hatte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter gefordert, die amerikanische Post solle angesichts der hohen Verluste das Paketporto für Versender wie Amazon erhöhen. Die Papiere des Online-Händlers gaben daraufhin 1,4 Prozent nach. Insgesamt aber stieg auch der Kurs von Amazon im Verlauf des vergangenen Jahres um rund 55 Prozent – in Dollar gerechnet.

          Amazon.com

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