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F.A.Z. exklusiv : Gefangen im Zinstal

Die Europäische Zentralbank in Frankfurt Bild: dpa

Die jährliche Zinsumfrage der F.A.Z. fällt eindeutig aus: Die Renditen der Bundesanleihen werden negativ bleiben. Auch in den Vereinigten Staaten dürften die Zinsen auf historisch niedrigem Niveau verharren.

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          Die Renditen amerikanischer Staatsanleihen ziehen seit geraumer Zeit wieder an. Das liegt am künftigen demokratischen Präsidenten Joe Biden, der nun in beiden Kammern, neben dem Kongress wohl auch im Senat, mit einer Mehrheit rechnen und damit durchregieren kann. Daran knüpft sich die Erwartung steigender Staatsausgaben und höherer Inflation.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch in der seit rund 20 Jahren regelmäßig zum Jahreswechsel durchgeführten Zinsumfrage der F.A.Z. zeigen sich die befragten Strategen aus 23 Banken und Fondsgesellschaften eher skeptisch. Dass die Rendite der zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihe nun erstmals seit vergangenem März über die Marke von 1 Prozent lugt, deutet trotz zunehmender Inflationserwartungen an den Märkten nicht auf einen deutlichen Anstieg hin. Bis zum Jahresende werden im Durchschnitt der Prognosen 1,18 Prozent erwartet. Das lässt sich keinesfalls als Zinswende einordnen – ein ähnliches Ergebnis wie vor Jahresfrist.

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