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Italiens Börsenindex FTSE MIB : Das ist aberwitzig, abgefahren und grandios

  • -Aktualisiert am

Ein Ferrari steht vor dem Gebäude der Börse in Mailand Bild: AP

Selbst in Italien kommen die Kurse in Schwung. Das könnte eine kaum in Worte zu fassende Bedeutung für Europa haben. Warum der italienische Leitindex FTSE MIB gerade ganz besondere Beachtung verdient hat.

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          Täglich schaue ich mir Hunderte Charts samt dazugehörenden Indikatoren, Stimmungsbildern oder Elliott Waves und so weiter an. Das ist mein täglich Brot und bereitet mir, selbst nach mehr als drei Jahrzehnten, die meiste Zeit noch immer Freude. Natürlich ist vieles mittlerweile Routine geworden. Ich habe schon unendlich viele Charts aller Schattierungen in allen nur denkbaren Verfassungen gesehen. Hin und wieder stoße ich aber doch auch noch heute auf den einen oder anderen Chart, der mich staunen lässt. Dann kommt es selbst heute noch vor, dass ich abends vor dem Einschlafen den einen oder anderen Gedanken an ihn ver(sch)wende. Mich ziehen die analytischen Konsequenzen in ihren Bann, die mit solchen faszinierenden Charts einhergehen. Prognosen sind schließlich mein Job.

          Und dennoch findet sich alle Jubeljahre ein Chart, für den selbst die vorangegangenen Sätze nicht annähernd hinreichend beschreiben, was er in mir auslöst. In solchen Fällen sind nur noch die absoluten Superlative überhaupt statthaft. Charts dieser Preisklasse sind so abgefahren, aberwitzig, oberkrass, so grandios, gigantisch oder einfach nur „mega“, dass es manchmal Tage braucht, bis ich sie wirklich begreife. Die Tragweite dieser Charts, ihre Bedeutung für die Zukunft, ist so epochal weitreichend, dass mir manchmal die Worte fehlen.

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