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Devisen : Italien-Unsicherheit schickt Eurokurs auf Talfahrt

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Die Führung der Fünf-Sterne-Bewegung: Parteichef Luigi Di Maio (M), Giulia Grillo (R) und Danilo Toninelli (L) Bild: EPA

Die Talfahrt des Euro hält an. Mittlerweile liegt der Kurs auf Jahrestief. Die Lage in Italien gilt mittlerweile als brisanter als ein transatlantischer Handelskrieg.

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          Die schwierige politische Lage in Italien hat den Eurokurs am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Die europäische Gemeinschaftswährung wertete bis zum späten Nachmittag auf 1,1859 Dollar ab und erreichte damit den tiefsten Stand in diesem Jahr.

          Händler verwiesen auf die politische Unsicherheit in Italien. In der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone drohen Neuwahlen. Während Staatspräsident Sergio Mattarella eine Übergangsregierung zur Verabschiedung eines Staatshaushalts und eines neuen Wahlgesetzes anstrebt, lehnen die populistische Bewegung Fünf Sterne und die rechte Partei Lega eine Übergangsregierung ab. Sie sprechen sich stattdessen für rasche Neuwahlen aus.

          Auch die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen stiegen deutlich an, vor allem bei mittleren und langen Laufzeiten. Die Rendite für zehnjährige Papiere kletterte von 1,76 auf 1,86 Prozent. Damit befindet sich Italien in etwa auf einem Renditeniveau mit Israel und Norwegen. Am Aktienmarkt in Mailand verlor der MIB-Index mehr als zwei Prozent

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          Analysten vertraten die Ansicht, dass von Neuwahlen keine Besserung erwartet werde, da die neue Abstimmung vermutlich kein wesentlich anderes Ergebnis bringen werde als die Wahl im März. Damit bleibe eine Regierungsbildung schwierig; das Land brauche aber Reformen. In der Eurozone rentieren italienische Anleihen mittlerweile höher als spanische und portugiesische Titel.

          „Die politische Unsicherheit belastet weiter Investitionen und den Konsum in Italien“, kommentierte Carsten Hesse, Volkswirt bei der Berenberg Bank. Neuwahlen könnten die extremen Parteien weiter stärken und wachstumsfreundliche Reformen der Vergangenheit rückgängig machen. Die italienische Politik stelle für Europa derzeit eine größere Gefahr dar als ein von Amerikas Präsident Donald Trump ausgelöster Handelskrieg, so Hesse.

          Experten sprachen jedoch auch von einer Dollar-Stärke. Anleger warten auf die Entscheidung von Trump zum Atomabkommen mit dem Iran. Er will seinen Entschluss nach mitteleuropäischer Zeitrechnung gegen 20 Uhr bekanntgeben. Eine Aufkündigung würde die Unsicherheit an den Finanzmärkten erhöhen. Davon profitiert tendenziell der Dollar.

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