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Investitionsprogramm : Kurs der Henkel-Aktie unter Druck

Persil ist eine der Flagschiffmarken von Henkel. Bild: Reuters

Wenn Unternehmen investieren, ist das volkswirtschaftlich und langfristig betriebswirtschaftlich gesehen, eigentlich eine gute Sache. Aktionäre sehen dies allerdings bisweilen ganz anders.

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          Beim Blick auf den Aktienmarkt tut sich am Montag besonders der Konsumgüterhersteller Henkel, etwa bekannt durch Persil und Pritt, hervor. Seit der Finanzkrise hatte die Aktie ihren Besitzern bis Anfang 2017 viel Freude gemacht. Seitdem aber ging es deutlich abwärts, und das tut es am Montag mit einem Minus von knapp 9 Prozent abermals. Mittlerweile ist es mit rund 89 Euro der tiefste Stand seit mehr als drei Jahren.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Üblicherweise sind die Gründe dafür Misserfolge oder eine Senkung der Gewinnprognosen. Diesmal nicht, obwohl das Letztere doch eine Rolle spielt. Henkel kündigte an, es wolle in Marken, Technologien, Innovationen und Digitalisierung investieren, um die Wachstumschancen auszuschöpfen.

          Henkel VZ

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          Ab 2019 sollen dafür jährlich rund 300 Millionen Euro aufgewendet werden. Zwei Drittel sollen in Marken, Technologien und Innovationen investiert werden, ein Drittel in die digitale Transformation.

          Henkel erwartet deswegen ab 2019 und darüber hinaus ein Umsatzwachstum ohne eventuelle Zukäufe von 2 bis 4 Prozent. Die um einmalige Aufwendungen und Erträge sowie Restrukturierungsaufwendungen bereinigte betriebliche Marge soll zwischen 16 und 17 Prozent liegen. Man erwarte ein bereinigtes Ergebnis je Vorzugsaktie bei konstanten Wechselkursen im mittleren einstelligen Prozentbereich - unter dem Vorjahresniveau.

          Gerade das Letztere ist, was den Aktionären nun so gar nicht gefällt. Das geplante Wachstum liegt im Bereich der Schätzungen, doch auf der Ertragsseite hat man sich durchaus mehr versprochen. Zudem war auch das Jahr 2018 nicht ganz so gut gelaufen wie erwartet.Und weil die Aktie nach dem jüngsten Kursrückgang – auf Basis der nun wohl zu hohen Prognosen – mit dem 15fachen des Gewinnes recht ordentlich bewertet ist, sucht sich so mancher Anleger nun ein vermeintlich lohnenswerteres Investment.

          Da half es wohl auch nicht, dass Henkel plant, künftig 30 bis 40 Prozent des bereinigten Jahresüberschusses als Dividende auszuschütten – mehr als vorher 25 bis 35 Prozent.

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