https://www.faz.net/-gv6-9bkcc

10 Jahre nach der Pleite : Was von Lehman Brothers bleibt

Krisenversammlung bei Lehman Brothers in London. Nur wenige Tage später, am 14. September 2008, kam die Meldung, dass die viertgrößte Investmentbank der Welt pleite ist. Bild: Reuters

Es ging viel besser aus als erwartet, sagt Insolvenzverwalter Michael Frege zehn Jahre nach der Lehman-Pleite. Der Rechtsanwalt ist in Deutschland weitgehend unbekannt – anders als sein Bruder Campino.

          8 Min.

          Herr Frege, die Pleite von Lehman Brothers hat 2008 das Finanzsystem erschüttert. Wie haben Sie das Insolvenzverfahren der deutschen Tochtergesellschaft zu Ende gebracht?

          Corinna Budras

          Redakteurin in der Wirtschaft und für Frankfurter Allgemeine Einspruch.

          Das Verfahren ist mit einem sehr guten Erfolg beendet worden, weil wir alle Gläubigeransprüche, die sich gegen die deutsche Lehman Bank gerichtet haben, zu 100 Prozent bedienen konnten. Anfangs dachten wir, eine Insolvenzmasse von ein bis drei Milliarden Euro wäre schon ein Erfolg, am Ende haben wir mehr als 17 Milliarden Euro zusammengetragen. Übrigens ist der Allgemeinheit durch die Lehman-Insolvenz kein Schaden entstanden. Sogar Steuern in Höhe von rund 50 Millionen Euro konnten wir zahlen. Insofern ist auch der Fiskus mit einem guten Ergebnis aus dem Verfahren herausgegangen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Notebooks im Vergleichstest : Heuer darf es gerne teuer

          Konjunktur ankurbeln und Mehrwertsteuersenkung ausnutzen: Man investiere in ein schönes, schnelles Notebook, das auch in fünf Jahren noch flott läuft. Drei Kandidaten der Oberklasse sollen mit Tempo und Innovation überzeugen.