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Geldanlage : Risiko ETF

  • -Aktualisiert am

Geschäftsmann Kevin O’Leary, bekannt aus der amerikanischen Fernsehsendung „Shark Tank“, hat selbst einen Indexfonds gegründet. Bild: Reuters

So komfortable die passiven Indexfonds für den Einzelnen auch sind: Für die Funktionsfähigkeit der Aktienmärkte birgt ihr Aufstieg auch Gefahren.

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          Für den einzelnen Anleger bieten ETF viele Vorteile. Sie sind günstig, sie sind einfach zu verstehen, und sie bieten durch die Anlage in viele verschiedene Einzelwerte einen simplen Weg, Risiken zu streuen. Doch so komfortable die passiven Indexfonds für den Einzelnen auch sind: Für die Funktionsfähigkeit der Aktienmärkte birgt der rasante Aufstieg dieser Anlagevehikel auch Risiken.

          Das oberste Ziel funktionierender Märkte ist es, über das Zusammenbringen von Angebot und Nachfrage einen Preis zu finden. Im Falle der Aktienmärkte dient der Kurs des jeweiligen Unternehmens als Indikator dafür, wo die Investoren die besten Zukunftsaussichten sehen. Wenn während der Anlageentscheidung aber gar nicht mehr das einzelne Unternehmen im Fokus steht, sondern die Anleger ihr Geld schlicht in gesamte Märkte investieren, fällt diese wichtige Funktion weg.

          Noch kann man sich nicht beklagen. Mit einem Kursplus von 55 Prozent für Adidas und einem Minus von 20 Prozent für die Lufthansa im bisherigen Jahresverlauf entwickeln sich die Dax-Werte mitnichten im Gleichschritt. Doch bei dem raschen Vormarsch der ETF sollten solche Risiken genau im Blick gehalten werden.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

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