https://www.faz.net/-gv6-9sd7h

Geldanlage : Risiko ETF

  • -Aktualisiert am

Geschäftsmann Kevin O’Leary, bekannt aus der amerikanischen Fernsehsendung „Shark Tank“, hat selbst einen Indexfonds gegründet. Bild: Reuters

So komfortable die passiven Indexfonds für den Einzelnen auch sind: Für die Funktionsfähigkeit der Aktienmärkte birgt ihr Aufstieg auch Gefahren.

          1 Min.

          Für den einzelnen Anleger bieten ETF viele Vorteile. Sie sind günstig, sie sind einfach zu verstehen, und sie bieten durch die Anlage in viele verschiedene Einzelwerte einen simplen Weg, Risiken zu streuen. Doch so komfortable die passiven Indexfonds für den Einzelnen auch sind: Für die Funktionsfähigkeit der Aktienmärkte birgt der rasante Aufstieg dieser Anlagevehikel auch Risiken.

          Das oberste Ziel funktionierender Märkte ist es, über das Zusammenbringen von Angebot und Nachfrage einen Preis zu finden. Im Falle der Aktienmärkte dient der Kurs des jeweiligen Unternehmens als Indikator dafür, wo die Investoren die besten Zukunftsaussichten sehen. Wenn während der Anlageentscheidung aber gar nicht mehr das einzelne Unternehmen im Fokus steht, sondern die Anleger ihr Geld schlicht in gesamte Märkte investieren, fällt diese wichtige Funktion weg.

          Noch kann man sich nicht beklagen. Mit einem Kursplus von 55 Prozent für Adidas und einem Minus von 20 Prozent für die Lufthansa im bisherigen Jahresverlauf entwickeln sich die Dax-Werte mitnichten im Gleichschritt. Doch bei dem raschen Vormarsch der ETF sollten solche Risiken genau im Blick gehalten werden.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Ein kleiner Börsengang

          Diamontech : Ein kleiner Börsengang

          Blutzuckermessung ohne Schmerzen will Diamontech möglich machen. Dazu braucht man Geld. Und das will man sich an der Börse holen.

          Topmeldungen

          Wahl in Nordirland : Selbst die Grenze hat eine Stimme

          In Nordirland hilft nur noch Galgenhumor: Die britische Provinz fühlt sich von allen Seiten verkauft. Die bitterste Ironie ist die Zwickmühle, in die Boris Johnson die nordirischen Konservativen gebracht hat.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.