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Index-Änderungen : Teamviewer und Varta steigen in den M-Dax auf

Das Logo von Teamviewer: Die Aktie steigt in den M-Dax auf. Bild: dpa

„Bäumchen wechsel Dich“ in der Dax-Familie: Varta und Teamviewer steigen auf, 1&1 Drillisch sowie Fielmann steigen ab.

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          Die Deutsche Börse hat vorgezogene Weihnachtsgeschenke für Teamviewer und Varta verteilt: Beide Unternehmen werden in den M-Dax, den Index der mittleren Werte aufsteigen. Zusätzlich werden die Konzerne noch im Tec-Dax gelistet.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die beiden Aufstiege gingen vergleichsweise rasant vor sich: Teamviewer ist erst im September an die Börse gegangen und war seinerzeit mit 2,2 Milliarden Euro der größte Börsengang in Europa und der größte deutsche Technologie-Börsengang seit dem Platzen der Börsenblase im Jahr 2002. Auch wenn die Aktien aktuell zu rund 26 Euro leicht unter dem Ausgabepreis gehandelt werden, gilt der Börsengang als Erfolg. Die Göppinger stellen Software her, welche die Steuerung von Computern aus der Ferne ermöglicht.

          Der Batteriehersteller Varta war im Jahr 2017 an die Börse gegangen und stieg erst im März in den Kleinwerteindex S-Dax auf. Der Aktienkurs legte allein in diesem Jahr um rund 390 Prozent zu. Die kleinen Batterien werden von Bose, Amazon, Plantronics und Apple benutzt, was diesen kleinen Hype auslöste. Trotzdem kommt der Aufstieg für viele Analysten überraschend, da eine Reihe von ihnen dem Gewerbeimmobilienkonzern TLG Immobilien größere Chancen eingeräumt hatten.

          Den 60 Werte umfassenden M-Dax verlassen müssen nun 1&1 Drillisch sowie Fielmann. Beide Aktien steigen in den S-Dax ab. 1&1 Drillisch haben seit Anfang 2018 rund 70 Prozent an Wert verloren. Dies dürfte dem Mobilfunkanbieter den Platz gekostet haben. Bei der Optikerkette Fielmann schlug der gesunkene Börsenumsatz ins Kontor, auch wenn sich der Aktienkurs gut entwickelte.

          In den Kleinwerteindex S-Dax steigt die Comdirect Bank auf, der damit drei neue Mitglieder bekommt. Doch das dürfte nur ein kurzes Gastspiel werden, da die Commerzbank ihre Tochter komplett übernehmen möchte – was dem Aktienkurs zuletzt einen Schub gegeben hatte. Den Kleinwerteindex verlassen müssen der deutsch-südafrikanische Möbelkonzern Steinhoff und der Mischkonzern Baywa. Ersterer wegen des Wertverlusts von 97 Prozent in Folge des Bilanzskandals. Baywa wurden die niedrigen Börsenumsätze zum Verhängnis. Aus dem Tec-Dax scheiden unterdessen Isra Vision und Drägerwerk aus. Der Dax bleibt unverändert, keine Änderungen gibt es ebenfalls im Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 und dem währungsgemischten Stoxx Europe 50 Sämtliche Beschlüsse werden ab dem 23. Dezember wirksam.

          Änderungen in den Börsenindizes sind besonders für Investmentfonds wichtig, die diese exakt nachbilden und daher entsprechend umschichten und umgewichten müssen. Das kann Einfluss auf die Aktienkurse haben. Varta hatte mit Gewinnmitnahmen zu kämpfen und verloren mehr als 3 Prozent, Teamviewer notierten dagegen fast unverändert. Ein Händler sagte gleichwohl, Teamviewer könne von dem Aufstieg in den M-Dax sicher mehr profitieren als andere Aktien, die in Indizes der Dax-Familie aufsteigen. Denn es habe noch immer den Anschein, als werde Teamviewer von Investoren etwas vernachlässigt.

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