https://www.faz.net/-gv6-97csw

Beliebte Anlageform : Immobilienfonds trotzen dem Zinsanstieg

Die 2004 fertiggestellten Highlight Towers hatten die Stimmung in München gegen weitere Hochhausbauten kippen lassen. Bild: Interfoto

Während Immobilienaktien schon kräftig unter den steigenden Zinsen gelitten haben, schlagen sich offene Immobilienfonds bisher gut. Wie kommt das?

          3 Min.

          Immobilien haben sich in der Niedrigzinsphase in Deutschland zu einer besonders beliebten Anlageform entwickelt. Und auch die Nachfrage nach offenen Immobilienfonds ist so gewaltig gewesen, dass einige Fondsgesellschaften die Annahme neuen Geldes stoppten, um nicht überflutet zu werden. Die große Frage ist: Was passiert mit den Fonds, wenn die Zinsen steigen? Die Fondsratingagentur Scope, die solche Anlageklassen regelmäßig prüft und bewertet, weiß im Augenblick noch Positives zu vermelden: Zumindest bislang sei bei den offenen Immobilienfonds in Deutschland kein Wertverfall zu beobachten.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dabei gibt es durchaus Risiken, wie Michael Voigtländer sagt, Immobilienfachmann des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln. Zinserhöhungen könnten Immobilienfonds auf zwei Arten treffen: „Erstens sinkt die Nachfrage nach Immobilien und damit fallen die Preise, zweitens steigen die Finanzierungskosten.“ Entsprechend dürften die Renditen fallen. Ein entscheidender Punkt sei dabei allerdings, wie schnell und wie stark die Zinsen stiegen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung

          : blackweek20

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wie tief reicht die Harmonie wirklich? Robert Habeck und Annalena Baerbock auf dem digitalen Bundesparteitag im November 2020

          Die Grünen und die K-Frage : Habeck oder Baerbock?

          Die Grünen sind zufrieden mit sich. Doch irgendwann müssen sie klären, ob sie einen Kanzlerkandidaten aufstellen und wer von beiden Vorsitzenden das sein soll. Ein Stimmungsbild.

          Pressefreiheit in Frankreich : Macrons Doppelmoral

          Es ist gut, dass der französische Präsident Karikaturen gegen Zensurversuche im Namen der „politischen Korrektheit“ verteidigt. Doch er wäre glaubwürdiger, wenn er die Pressefreiheit nicht an anderer Stelle selbst einschränken würde.