https://www.faz.net/-gv6-9p3st

Nach Regierungswechsel : Neue griechische Anleihe geht durch die Decke

Touristen besuchen die Akropolis in Athen. Bild: dpa

Um noch eine positive Rendite zu erzielen, stellt Griechenland eine willkommene Gelegenheit dar. Eine neue Anleihe hat mit mehr als 13 Milliarden Euro das ursprüngliche Angebot deutlich getoppt.

          Nach dem Regierungswechsel vor gut einer Woche hat Griechenland eine neue Anleihe begeben. Die Nachfrage nach dem siebenjährigen Titel überstieg mit mehr als 13 Milliarden Euro das ursprüngliche Angebot von 2,5 Milliarden Euro deutlich. Am Ende teilte Griechenland 2,75 Milliarden Euro zu. Der Zinskupon belief sich auf 1,875 Prozent. Das gute Resultat ist eine Folge der negativen Renditen für einen Großteil der Staatsanleihen anderer Euroländer.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Um noch eine positive Rendite zu erzielen, stellt Griechenland für viele Investoren eine willkommene Gelegenheit dar. Es war der dritte Vorstoß des hochverschuldeten Landes an den Anleihemarkt, seit im August 2018 das dritte Hilfsprogramm auslief. Die Renditen griechischer Staatspapiere sind mittlerweile auf Rekordniveaus gesunken. Inzwischen werfen siebenjährige Schuldentitel nur noch 1,442 Prozent ab. Zum Jahresstart waren es noch gut 4 Prozent.

          Griechenland hat im laufenden Jahr zuvor zwei Anleihen emittiert. Im Januar wurde eine fünfjährige und im März eine zehnjährige Anleihe begeben, die zusammen rund fünf Milliarden Euro einbrachten. Mit der jüngsten Emission ist das Gesamtjahresziel von 7,5 Milliarden Euro übertroffen worden. Der neue Ministerpräsident des Landes, Kyriakos Mitsotakis, hat Steuersenkungen, Arbeitsplätze und höhere Renten versprochen. Vor den Wahlen am 7.Juli hatte die zehnjährige Rendite ein Tief von 2 Prozent erreicht, am Dienstag waren es 2,217 Prozent.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich jüngst auf einer Reise durchs Silicon Valley inspirieren lassen.

          Gaia-X : Göttername für Altmaiers europäische Super-Cloud

          Die vernetzte Industrie muss mehr Daten verarbeiten. Der deutsche Wirtschaftsminister will darum eine Alternative zu Amazon und Microsoft schaffen – jetzt stehen die Eckpunkte fest.

          TV-Kritik: Maybrit Illner : Mehr Labilität wagen!

          Zehn Tage vor zwei Landtagswahlen im Osten kehrt Maybrit Illner mit ihrer Talkshow aus den Ferien zurück. Dabei stiftet sie einen fruchtbaren Streit – mit überraschendem Ergebnis.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.