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Hohe Kursschwankungen : Viele Börsengänge in Europa werden abgesagt

Fallen die Kurse an den Börsen stark wie in den letzten Wochen, werden die Börsenneulinge im Vergleich schnell zu teuer. So ging es auch dem spanischen Ölkonzern Cepsa. Bild: Reuters

Trotz der vielen abgesagten Börsengänge: Die Deutsche Familienversicherung und Primepulse zünden Startschuss für nächste Etappe zur Börse.

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          Trotz der schlechten und nervösen Stimmung am Aktienmarkt wagen sich gerade jetzt noch neue Unternehmen Richtung Börse vor. Sie müssen allerdings Abstriche an ihren Preisvorstellungen machen. Auch mussten viele geplante Börsengänge seit dem Sommer aufgeschoben werden. „Etwa die Hälfte der geplanten Börsengänge in Europa im zweiten Halbjahr wurden nicht erfolgreich abgeschlossen“, erzählt Georg Hansel, der das deutsche Aktienemissionsgeschäft der Bank of America leitet. Das liege vor allem an den schwierigen Marktbedingungen.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Hohe Kursschwankungen an den Börsen treffen auch noch nicht börsennotierte Unternehmen heftig. Denn bevor sie an die Börse gehen, legen sie etwa zwei Wochen vor dem geplanten Debüt eine Preisspanne fest, in der die neuen Aktien von Anlegern vorbörslich geordert („gezeichnet“) werden können. Diese Anleger bewerten die Börsenkandidaten mit Hilfe von schon börsennotierten Konkurrenten. Falls die Kurse an den Börsen stark fallen wie in den letzten Wochen werden die Börsenneulinge im Vergleich schnell zu teuer und stoßen auf nur geringes Kaufinteresse. So ging es dem spanischen Ölkonzern Cepsa, dessen Eigentümer, der Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi, 25 Prozent der Cepsa-Aktien für rund 2 Milliarden Euro hatte verkaufen wollen. Es wäre der größte Börsengang in der Ölbranche seit 2008 gewesen. Doch vor zehn Tagen musste er abgesagt werden.

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