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Herausforderung für Banken : Deutschland im Strudel der Niedrigzinsen

„Die Welt ist nicht anders geworden, nur schlechter“: Banken und Versicherer klagen über die Negativzinsen. Bild: AP

Die Zinsen sind niedrig wie nie. Für die Banken sind die Negativzinsen ein schlechtes Geschäft – und die konservativen Kunden lassen sich nur schwer von alternativen Anlegevarianten überzeugen.

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          Was für Sparer ärgerlich und für Kreditnehmer erfreulich ist, stellt Banken, Sparkassen und Versicherer vor zum Teil existentielle Herausforderungen. Wie kommen sie mit Negativzinsen klar? Einer, der diese schon länger an Kunden weitergibt, ist Josef Paul. Der Chef der Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee gehörte zu den Ersten, die ein „Verwahrentgelt“ für Privatkunden für Einlagen von 100.000 Euro an eingeführt hatte. Was in vielen Banken gerade diskutiert wird, ist bei ihm schon Wirklichkeit.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Mark Fehr
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          „In der Praxis sind wir dabei kulant“, erzählt Paul. Bei Einlagen knapp über der Verwahrentgelt-Grenze, also Summen zwischen 100.000 und 150.000 Euro, drücke die Bank noch ein Auge zu. Erst für höhere Einlagen müssen die Kunden wirklich schon zahlen. Was dabei rauskommt, klingt nicht nach viel. Rund 2800 Euro im Monat nehme die Bank mit Negativzinsen ein. Dagegen müsse sie selbst rund 5400 Euro an Negativzinsen für ihre Einlagen bei der Zentralbank zahlen – das sei also kein gutes Geschäft.

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