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Eltif Privatanlagen : Heftige Diskussionen um Sachwertefonds

Windräder: Sachwerte-Investitionen in nachhaltige Energie - genau richtig für Eltifs Bild: Matthias Lüdecke

Vor fünf Jahren sollte der Eltif Privatanlegern ermöglichen, illiquide zu investieren. Jetzt wird eine Reform diskutiert – und darüber gestritten.

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          Geschlossene Sachwertefonds waren in Deutschland einst bei Privatanlegern beliebt. Aufgrund hoher Kosten und eines Mangels an Transparenz gerieten sie aber in Verruf und haben an Bedeutung verloren. Weil auch in Europa Produkte fehlten, die langfristigen Vermögensaufbau und die Finanzierung von langfristigen Wachstumsprojekten kombinierten, hob die Europäische Union 2015 den „European Long-Term Investment Fund“ (Eltif) als direkt investierenden Sachwertefonds, vor allem für private und kleinere institutionelle Anleger, aus der Taufe. Im Oktober aber hat die Kommission einen Konsultationsprozess zur Reform begonnen, nicht zuletzt, weil man mit dem Erfolg unzufrieden ist. Europaweit wurden bislang nur 28 Fonds aufgelegt, die insgesamt weniger als zwei Milliarden Euro verwalten.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die bisher vorgebrachten Verbesserungsvorschläge richten sich vor allem gegen starre Vorgaben. So wird etwa gefordert, keine Laufzeit mehr vorzugeben oder Anteile fortlaufend kaufen und verkaufen zu können. Auch wird gefordert, dass mehr als 30 Prozent in Fonds, auch etwa in Aktienfonds, investiert werden dürfen und Dachfondsstrukturen erlaubt werden. „Ein Dachfonds bietet eine größere Diversifikation und ist im herkömmlichen Gewand auch kostengünstiger“, sagt auch Philipp Lennertz, Gründer des Hamburger Multi-Family-Office Lennertz & Co. Aufgrund der Beschränkungen des Eltif bestehe so gerade im Private-Equity-Bereich die Gefahr, dass in einen Eltif „nur die Reste gesteckt würden“.

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