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Aktienkurs unter Druck : Schon wieder Wirecard

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Das Dax-Unternehmen Wirecard kommt nicht zur Ruhe. Bild: Reuters

Mit einer Twitter-Nachricht sorgt Vorstandschef Markus Braun am Dienstag zunächst für Kursgewinne bei der Wirecard-Aktie. Doch dann gerät der Kurs massiv unter Druck.

          Der Zahlungsabwickler Wirecard sieht sein boomendes Geschäft unbeeinträchtigt von den jüngsten Anschuldigungen gegen das Unternehmen. „Die Januar-Zahlen deuten auf einen Rekord im ersten Quartal hin, und wir freuen uns auf ein höchst erfolgreiches Jahr 2019“, erklärte Vorstandschef Markus Braun am Dienstag auf Twitter.

          Der weltweite Boom von Online-Handel und Bezahlen per Smartphone-App befeuert seit Jahren das Wachstum des Unternehmens und bescherte ihm im vergangenen Jahr den Aufstieg in den Dax. Der Betriebsgewinn soll im laufenden Jahr auf 740 bis 800 Millionen Euro steigen, nachdem er im vergangenen Jahr um 38 Prozent auf 568 Millionen Euro zugelegt hatte. Die Aktie reagierte auf die Nachricht mit Kursaufschlägen.

          WIRECARD

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          Am Mittag haben dann automatische Verkaufsorders die Wirecard-Aktie wieder kräftig unter Druck gesetzt: Der Aktienkurs des im Fokus von Vorwürfen stehenden Zahlungsabwicklers rutschte zeitweise um bis zu 7,6 Prozent ab und damit wieder unter die runde Marke von 100 Euro. Zuletzt lagen sie bei 101,90 Euro nur noch gut ein Prozent im Minus.

          Als Auslöser für die „rasierten Stops“ nannte ein Börsianer die Meldung über eine deutliche aufgestockte Leerverkaufsposition des Hedgefonds Slate Path Capital sowie eine skeptische Studie des Analyse-Hauses Guggenheim Securities.

          Die „Financial Times“ hatte jüngst eine neue Vorwurfslawine in Gang gebracht. Am Freitag waren dann Untersuchungen in Singapur publik geworden. Das Unternehmen hatte in der Vorwoche fortgeschrittene Untersuchungen eingeräumt, aber betont, dass sich schlüssige Feststellungen hinsichtlich eines Fehlverhaltens nicht ergeben haben.

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