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Elliott kauft sich ein : Macht ein Hedgefonds Thyssenkrupp Beine?

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Thyssen-Chef Heinrich Hiesinger steht in der Kritik. Bild: EPA

Die Nachricht schlug mächtig ein: Nachdem bekannt wurde, dass der Hedgefonds Eliott sich bei Thyssen-Krupp eingekauft hat, stieg der Aktienkurs steil an.

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          Der mögliche Einstieg des aktivistischen Aktionärs Paul Singer bei Thyssen-Krupp treibt den Aktienkurs des Industriekonzerns am Dienstag steil nach oben. Am frühen Nachmittag legt die Notierung um bis zu 8,4 Prozent auf 23,38 Euro zu. Singers Hedgefonds Elliott hat eine Minderheitsbeteiligung an dem Konzern erworben,berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen .

          Singer könnte in den kommenden Wochen mehr als 3 oder 5 Prozent der Anteile halten, heißt es. Diese Schwellen wären dann mitteilungspflichtig, bislang hat die Meldung den Charakter von Gerüchten.. Ein Ziel des Fonds ist es angeblich, Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger zu ersetzen.

          Singer ist bekannt dafür, sich aktiv in Firmenpolitik einzumischen, um so den Wert seiner Beteiligungen nach oben zu treiben. Dabei sucht er sich oftmals Konzerne heraus, die umgebaut oder übernommen werden. Hierzulande mischte er unter anderem auch beim Verkauf des deutschen Medikamentenherstellers Stada mit.

          THYSSENKRUPP

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          Thyssenkrupp befindet sich in solch einem Umbruch: Hiesinger konzentriert sich derzeit auf die Zusammenführung des Stahlgeschäfts mit den europäischen Aktivitäten von Tata Steel. Der Konzern will sich von dem schwankungsanfälligen Stahlgeschäft trennen und stärker auf Industriegütergeschäfte wie Aufzüge oder Komponenten für die Autoindustrie setzen.

          Nach der Stahlfusion wird von Hiesinger eine neue Strategie erwartet. Dabei steht der Manager unter Druck - vor allem Großaktionär Cevian ist das Umbautempo zu langsam. Der Investor forderte bereits wiederholt eine Zerschlagung - was Hiesinger jedoch ablehnt. In die gleiche Kerbe könnte nun Singer schlagen, sagte ein Händler. Der Druck auf den Konzernchef dürfte also mit steigendem Anteil von Singer immer mehr zunehmen.

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