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Besorgter Großaktionär : Softbank für Verschiebung des WeWork-Börsengangs

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Der amerikanische Bürovermittler Wework (hier ein Foto aus Chicago) will an die Börse. Bild: AFP

Der Investor Softbank drängt einem Zeitungsbericht zufolge den amerikanischen Büro-Vermieter WeWork dazu, auf dessen Börsenpläne vorerst zu verzichten. Die Japaner scheinen nicht nur über die Unternehmensführung besorgt zu sein.

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          Der WeWork-Investor Softbank drängt Kreisen zufolge auf eine Verschiebung des geplanten Börsengangs des amerikanischen Büroraum-Anbieters. Der größte Aktionär wolle eine Erstnotiz an der Börse zu einem späteren Zeitpunkt, da sich Investoren besorgt über die Geschäftsentwicklung und Unternehmensführung von WeWork zeigten, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg mit der Sache vertraute Personen. Verantwortliche von Softbank und der WeWork-Mutter, We Company, wollten sich dazu nicht äußern.

          Am Sonntagabend hatte das „Wall Street Journal“ berichtet, dass WeWork angesichts weitreichender Skepsis seiner Investoren eine deutlich niedrigere Bewertung für den geplanten Börsengang ins Auge fasst als zunächst angenommen. Die Muttergesellschaft denke über eine Summe nach, die sogar unter der 20 Milliarden-Dollar-Marke liegen könnte. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen 47 Milliarden Dollar von privaten Investoren eingesammelt.

          Die Pläne für den WeWork-Börsengang waren bereits Ende April bekannt geworden. So hatte das Unternehmen im Dezember einen entsprechenden Antrag bei der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht. Im September hatte WeWork laut Bloomberg einen Emissionserlös zwischen drei und vier Milliarden Dollar ins Auge gefasst. Damit würde es sich um den zweitgrößten Börsengang des Jahres handeln, nach dem des Fahrdienstleisters Uber , der bei seinem Listing im Mai mehr als 8 Milliarden Dollar erlöst hatte. WeWork stellt anderen Unternehmen langfristig angemietete und ausgestattete Büros zur Verfügung. Zu den Kunden gehört neben vielen Start-ups etwa auch IBM .

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