https://www.faz.net/-gv6-9pfq2

Erwartungen übertroffen : Alphabet macht fast 10 Milliarden Dollar Gewinn

Die Alphabet-Holding rund um den Internetkonzern Google überzeugt mit seinen neuesten Geschäftsergebnissen. Bild: AP

Der Mutterkonzern von Google überzeugt mit seinen Geschäftsergebnissen. Die Börse zeigt sich wieder versöhnt.

          1 Min.

          Die Alphabet-Holding um den Internetkonzern Google hat mit ihren am Donnerstag nach Börsenschluss veröffentlichten Geschäftsergebnissen für eine positive Überraschung gesorgt – und damit eine Enttäuschung aus dem vorangegangenen Quartal wieder wettgemacht. Sowohl mit dem Umsatz als auch mit dem Gewinn lag sie über den Erwartungen von Analysten. Ihr Aktienkurs stieg im nachbörslichen Handel zeitweise um neun Prozent.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Damit zeigt sich die Börse ein Stück weit wieder versöhnt. Bis zur Vorlage der Zahlen hat die Alphabet-Aktie seit Jahresbeginn weniger als zehn Prozent gewonnen und damit viel schlechter abgeschnitten wie die anderen großen Technologiewerte. Die Aktienkurse von Apple, Microsoft, Amazon und Facebook sind in diesem Jahr um jeweils mindestens 30 Prozent gestiegen.

          Im ersten Quartal hat Alphabet mit seinem Umsatz noch die Erwartungen verfehlt und damit Sorgen um eine Abschwächung des Werbegeschäfts geweckt. In den vergangenen drei Monaten hat der Konzern seinen Umsatz um 19 Prozent auf 38,9 Milliarden Dollar ausgebaut, Analysten hatten im Schnitt mit 38,2 Milliarden Dollar gerechnet. Der Nettogewinn betrug 9,9 Milliarden Dollar, das Ergebnis je Aktie von 14,21 Dollar lag weit über den im Schnitt erwarteten 11.30 Dollar.

          ALPHABET INC.CL.A DL-,001

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Alphabet ist ein riesiges Konglomerat, Google ist aber die Kernsparte und steuert mehr als 99 Prozent zum Umsatz bei. Google hat selbst eine große Bandbreite von Aktivitäten, darunter die namensgebende Suchmaschine, den Videodienst Youtube oder das Handy-Betriebssystem Android. Knapp 85 Prozent seines Umsatzes erzielt Google mit Werbung. Den Rest fasst der Konzern unter dem Posten „Anderes“ zusammen, und dazu gehören Aktivitäten im „Cloud Computing“ oder Hardwareprodukte wie Smartphones.

          Finanzchefin Ruth Porat sagte in einer Telefonkonferenz, „Cloud“-Produkte seien mittlerweile der drittstärkste Wachstumsmotor für den Gesamtkonzern, hinter Werbeumsätzen mit der Suchmaschine und Youtube. Würde die gegenwärtige Entwicklung des Cloud-Geschäfts aufs Jahr hochgerechnet, würde es einen Umsatz von acht Milliarden Dollar einbringen. Damit liegt Google freilich noch immer weit hinter Amazon Web Services (AWS), der Cloud-Sparte des Online-Händlers Amazon.com. Sie brachte allein im vergangenen Quartal mehr als acht Milliarden Dollar Umsatz.

          Die Schwestergesellschaften von Google im Alphabet-Konzern erzielten zusammengerechnet im vergangenen Quartal einen überschaubaren Umsatz von 162 Millionen Dollar. Sie brachten außerdem einen Betriebsverlust von fast einer Milliarde Dollar ein. Zu ihnen gehört unter anderem Waymo, ein Spezialist für selbstfahrende Autos.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ein Forscher des Australian Institute of Marine Science vermisst am Clerke Reef Korallenschäden.

          Wende in der Klimakrise? : Noch ist nichts verloren

          Der Klimaforscher Mojib Latif glaubt an die Wende in der Klimakrise – gerade nach dem Corona-Schock. In seinem neuen Buch „Heißzeit“ erklärt er, was auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zukommt.
          Bewohner des dicht besiedelten Viertels Hillbrow in Johannesburg, Südafrika

          Bevölkerungswachstum : Afrikas demographisches Dilemma

          Bis zum Ende des Jahrhunderts leben elf Milliarden Menschen auf der Erde. Vor allem in Afrika steigt die Zahl. Was bedeutet das für den Kontinent und seinen Nachbarn Europa – auch im Hinblick auf das Coronavirus?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.