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So wertvoll wie zuletzt im Mai : Goldpreis steigt auf Achtmonatshoch

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Gold ist im Moment nicht nur bei konservativen Anlegern gefragt. Bild: dpa

Gold ist so viel Wert wie seit langem nicht. Von Januar an hat sich der Preis des gelben Edelmetalls um etwa 2,5 Prozent verteuert. Die Aussicht auf einen noch langsameren Anstieg der Zinsen in Amerika ist nur einer der Gründe.

          Der Goldpreis hat seinen Höhenflug der vergangenen Handelstage am Mittwoch fortgesetzt und den höchsten Stand seit acht Monaten erreicht. Am Morgen wurde eine Feinunze (31,1 Gramm) an der Börse in London für knapp 1316 Dollar gehandelt. Damit war Gold so wertvoll wie zuletzt im vergangen Mai. Seit Beginn des Jahres hat sich der Preis des gelben Edelmetalls um etwa 2,5 Prozent verteuert.

          Als Ursache für den aktuellen Höhenflug des Goldpreises nannten Marktbeobachter eine Reihe von Gründen. Vor allem die Aussicht auf einen noch langsameren Anstieg der Zinsen in den Vereinigten Staaten habe für Auftrieb gesorgt. Am Abend stehen die Ergebnisse der Zinssitzung der amerikanischen Notenbank Fed auf dem Programm. Experten gehen davon aus, dass die amerikanischen Notenbanker vor dem Hintergrund der zuletzt eingetrübten Konjunkturaussichten eine längere Pause bei den Zinserhöhungen einlegen werden.

          Die Aussicht auf langsamere Zinserhöhungen in den Vereinigten Staaten macht Gold für Investoren ein Stück weit attraktiver. Hinzu kommt, dass die aktuelle Geldpolitik der Vereinigten Staaten die amerikanische Währung belastet. Ein schwächerer Dollar hat zur Folge, dass Gold in Ländern außerhalb des Dollarraum günstiger wird, was eine stärkere Nachfrage und höhere Preise auslöst.

          Neben der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten führen aber auch die wachsende Sorge vor einem Abflauen der Weltwirtschaft, zahlreiche politische Krisen und die Furcht vor einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU für Auftrieb beim Goldpreis. Zuletzt hatte der Streit um den chinesischen Telekom-Riesen Huawei anstehende Gespräche zwischen Amerika und China zur Beilegung des schwelenden Handelskonflikts belastet. Eine Klage Amerikas gegen den Telekom-Ausrüster Huawei hatte die Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt verschärft.

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