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Edelmetall : Goldpreis steigt nach Fed-Sitzung

Ein bisschen teurer als gestern Bild: dpa

Die Notenbanken kaufen weiterhin Gold. Auch Privatanleger setzen auf Barren und Münzen.

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          Der Goldpreis ist nach der Sitzung der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) am Mittwochabend gestiegen. Er erreichte am Donnerstag zeitweise 1823 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Die Analysten schrieben, die Notenbank habe gleichsam eine „Vorwarnung“ abgegeben, dass die Anleihekäufe reduziert werden dürften, sie sei ansonsten aber „eher taubenhaft“ geblieben. Unterdessen lag die Nachfrage nach Gold in aller Welt im zweiten Quartal etwa auf Vorjahresniveau, wie die Branchenorganisation World Gold Council mitteilte. In den Monaten April bis Juni seien global 955,1 Tonnen Gold nachgefragt worden, nach 960,5 Tonnen im Vorjahreszeitraum.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Nachfrage nach Goldbarren und Münzen, die oft von Privatanlegern gekauft würden, sei sogar das vierte Quartal in Folge gestiegen, auf 243,8 Tonnen. Auch die Nachfrage nach Goldschmuck, die in der Pandemie eingebrochen war, legte zu, um 60 Prozent auf 390,7 Tonnen. Weniger Gold kauften dagegen Profianleger und Fonds. Es wurden im zweiten Quartal nur leichte Nettozuflüsse von 40,7 Tonnen in Gold-ETF, also börsengehandelte Indexfonds, verzeichnet.

          Diese Zuflüsse konnten die Abflüsse zum Jahresbeginn nur teilweise ausgleichen. „Damit ist 2021 nach 2014 das erste Jahr mit Nettoabflüssen in den ersten sechs Monaten“, schreibt das World Gold Council. Noch mal erweitert hätten hingegen die Notenbanken ihre Goldvorräte. Sie kauften 199,9 Tonnen. „Da die Erholung der Weltwirtschaft voranschreitet, sind wir zuversichtlich, dass die Verbrauchernachfrage zurückkehrt und insbesondere bei der Schmucknachfrage ein starkes Wachstum verzeichnet wird“, sagte Louise Street, Analystin beim World Gold Council.

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