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Rohstoffe : Der Goldpreis fällt auf weniger als 1800 Dollar

  • Aktualisiert am

Da kommt einiges zusammen: Goldschatz der Deutschen Bundesbank Bild: dpa

Als größter Belastungsfaktor gilt der starke Dollar. Doch es gibt weitere Gründe für die Schwäche des gelben Edelmetalls.

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          Gold steht an den internationalen Finanzmärkten weiter unter Druck. Am Montag fiel der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) an der Rohstoffbörse in London bis auf 1787 Dollar. Das war das tiefste Niveau seit Ende Januar. Schon am Freitag wurde die runde Marke von 1800 Dollar kurzzeitig unterschritten. In Euro gerechnet kostete eine Feinunze Gold am Montag im Tief 1716 Euro. Das war der tiefste Stand seit Ende März.

          Seit Mitte April geht es mit dem Goldpreis in der Tendenz nach unten. Seither hat Gold etwa neun Prozent an Wert verloren. Seit Jahresbeginn liegt Gold jedoch nur leicht in der Verlustzone. Im mehrjährigen Vergleich kann der Goldpreis deutliche Zugewinne vorweisen. Auf Sicht von fünf Jahren beispielsweise ergibt sich ein Preiszuwachs von 40 Prozent.

          Dollarkurs belastet Goldpreis

          Fachleute nennen vor allem den steigenden Dollarkurs als derzeitige Belastung. Der Dollar erhält seit längerem kräftigen Rückenwind durch die straffere Geldpolitik der US-Notenbank Fed, die sich mit deutlichen Zinsanhebungen gegen die hohe Inflation stemmt. Da Gold überwiegend in der Währung gehandelt wird, verteuert ein steigender Dollarkurs den Goldkauf für Anleger aus anderen Währungsräumen und lastet auf deren Nachfrage.

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          Die Rohstoffexperten der Commerzbank verweisen darüber hinaus auf eine zuletzt schwache Investorennachfrage. An der Börse handelbare Fonds (ETF) hätten in den vergangenen Wochen nicht nur weniger Gold nachgefragt, sondern unter dem Strich sogar abgestoßen, schreibt Experte Daniel Briesemann in einem Kommentar. „In den letzten drei Wochen summieren sich die Abflüsse auf 58 Tonnen.“

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