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Nach desaströsem Börsengang : Goldman Sachs versuchte Absturz der Deliveroo-Aktie zu dämpfen

Eine Deliveroo-Lieferung in London Bild: Reuters

Der Börsengang des Lieferdienstes Deliveroo ist spektakulär schlecht gelaufen. Nun wurde bekannt: Die Investmentbank Goldman Sachs hatte versucht gegenzusteuern.

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          Der Börsengang des Essenslieferdienstes Deliveroo ist allgemein als Desaster bezeichnet worden, nachdem der Kurs am ersten Handelstag vor einer Woche um bis zu 30 Prozent einbrach. Wie nun bekannt wurde, hat sich Goldman Sachs bemüht, dem Absturz entgegenzusteuern. Die amerikanische Investmentbank, eine der Konsortialbanken des Börsengangs, kaufte für 75 Millionen Pfund Deliveroo-Aktien nach, wie die „Financial Times“ zuerst meldete.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Da Goldman dies zu geringeren Kursen tat als der Ausgabekurs, hat die Bank dabei wohl einen Millionenprofit gemacht. Diesen wird sie indes laut Absprache an ihren Kunden Deliveroo weiterreichen. Für das Unternehmen mit der Liefer-App dürfte dies ein schwacher Trost sein, nachdem der Börsengang spektakulär schlecht gelaufen ist.

          Vom Ausgabekurs 390 Pence stürzte das Deliveroo-Papier am ersten Tag bis auf 271 Pence. Am Mittwoch legte der Kurs um 2 Prozent auf 286 Pence zu. Dies war der erste Tag, an dem auch das breite Publikum die Aktie handeln durfte.

          Bitter war der Börsengang auch für die etwa 70.000 Kunden von Deliveroo, die für maximal 1000 Pfund – insgesamt 50 Millionen Pfund – Aktien ihres Lieferdienstes kaufen konnten und gleich einen herben Verlust erlitten. Die Berater beim Börsengang, vor allem Goldman und JP Morgan, haben nach Medienberichten 49 Millionen Pfund verdient. Das Unternehmen erzielte etwa eine Milliarde Pfund frisches Kapital. Großaktionär Amazon und Will Shu, Gründer und Vorstandschef, verkauften Anteile.

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