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Kryptoanlagen : Bitcoin erholt sich wieder

  • Aktualisiert am

Der Bitcoin-Kurs ist seit Dezember stark gefallen. Bild: Reuters

Der Bitcoin macht Boden gut. Eine neue Studie von Goldman Sachs prophezeit derweil vielen Kryptoanlagen den Untergang.

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          Der Ausverkauf bei der Kryptoanlage Bitcoin scheint erst einmal gestoppt zu sein. Die älteste und bekannteste digitale Währung kann am Mittwoch Zugewinne von 17 Prozent verbuchen und notiert knapp unter der Marke von 8000 Dollar. Auch andere Kryptoanlagen können zulegen.

          Für machen Anleger sind diese Gewinne aber nur ein schwacher Trost. Denn wer im Bitcoin-Hype Ende 2017 eingestiegen war, hat bisher heftige Verluste mit der Kryptoanlage verzeichnet. Der Wert des Bitcoin hat sich seit Dezember mehr als halbiert.

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          Die Zahl der Bitcoin-Kritiker nimmt derweil zu. Die jüngste Einschätzung kommt von der Investmentbank Goldman Sachs. Ein Großteil der derzeit rund 1500 Kryptowährungen wird nach Einschätzung der Investmentbank nicht lange existieren. Vielmehr dürfte nur eine kleine Anzahl wettbewerbsfähiger Digitaldevisen überleben, schreibt Steve Strongin, Chef des Investment-Research bei Goldman Sachs, in einer aktuellen Studie.

          Die starken Kursschwankungen von Bitcoin und Co. sprechen laut Strongin für eine Preisblase, also ein nicht nachhaltiges Kursniveau. Derzeit stehen faktisch alle Digitalwährungen unter erheblichem Druck. Ausschlaggebend sind in erster Linie Regulierungsbestreben in vielen Industrie- und Schwellenländern. Der Gesamtwert aller Digitalwährungen ist seit Anfang Januar um etwa 460 Milliarden Dollar oder rund 55 Prozent gefallen.

          „Die hohe Korrelation zwischen den verschiedenen Kryptowährungen besorgt mich“, schreibt Strongin mit Blick auf häufig synchron auftretende Kursschwankungen. Weil Digitaldevisen keinen Eigenwert wie beispielsweise Edelmetalle besäßen, dürften die meisten von ihnen bis auf einen Kurs von null fallen.

          Optimistischer bewertet Strongin die Blockchain-Technik, die vielen Kryptowährungen zugrunde liegt. Diese Technik, eine Art dezentrales Kontenbuch, könne Prozesse im Finanzwesen verbessern. Jedoch schränkt der Goldman-Experte ein, dass die Geschwindigkeit der Technik noch zu gering für viele Finanztransaktionen sei.

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