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Stimmrechtsmitteilungen : Goldman Sachs mittendrin im Wirecard-Handel

Die Wirecard-Aktie steht seit Wochen im Anlegerfokus. Bild: Reuters

War Goldman Sachs in dem turbulenten Handel mit Wirecard-Aktien ein wichtiger Akteur? Neue Stimmrechtsmitteilungen sind interpretationsbedürftig.

          Stimmrechtsmitteilungen sind alles andere als einfach zu verstehen. Nicht anders verhält es sich mit den Informationen der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs, die vor wenigen Tagen auf der Investor-Relations-Internetseite von Wirecard veröffentlicht wurden. Der von spekulativen Attacken gebeutelte Zahlungsdienstleister durfte am 15. Februar, dem letzten Handelstag vor dem am Montag darauf verhängten Leerverkaufsverbot der Finanzaufsicht Bafin, das Wall-Street-Haus zu den Großaktionären zählen. Denn Goldman Sachs gab nun Stimmrechte von mehr als 6,5 Prozent bekannt.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Diese setzten sich überwiegend aus Aktienleihgeschäften (4,6 Prozent) und Derivaten (1,5 Prozent) zusammen. Am Dienstag, dem 19. Februar, also einen Tag nach der Schutzmaßnahme der Bafin gegen Spekulationen mit der Wirecard-Aktie, hielt Goldman Sachs nur noch knapp 1,3 Prozent. Die Mitteilungen sind interpretationsbedürftig, schließlich könnte man auf den Verdacht kommen, Goldman Sachs war in dem turbulenten Handel mit Wirecard-Aktien, in dem auf Kursverluste setzende Hedgefonds eine Rolle spielten, ein wichtiger Akteur.

          WIRECARD

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          Doch eine Investmentbank hat viele Kunden. Sie antwortete auf die Frage, ob Goldman Sachs mit Wirecard-Aktien gezockt habe, so, wie es in diesem Fall zu erwarten war: „Goldman Sachs hat die mitteilungspflichtige Position im Rahmen von Market-Making-Aktivitäten von Aktien und Finanzinstrumenten mit Kunden gehalten.“ Unter Market Making verstehen Banken die Aufgabe, für einen liquiden Handel in den einzelnen Aktien zu sorgen. Damit verbunden sind auch Bestände, die vorübergehend für andere Investoren gehalten werden. Natürlich stellt sich die Frage nach diesen Investoren, aber dazu äußert sich keine Bank.

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