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Bundesbank : Hälfte des deutschen Goldes nun in heimischen Tresoren

  • Aktualisiert am

Bereits Anfang September kam es zu Durchsuchungen in Geschäftsräumen (Symbolbild). Bild: AP

Die Bundesbank hat mit 3378 Tonnen nach der amerikanischen Notenbank Fed den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Die Hälfte davon liegt jetzt in Deutschland.

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          Die Deutsche Bundesbank hat die Verlagerung ihrer Goldreserven aus dem Ausland gut drei Jahre früher abgeschlossen als geplant. „Die vorzeitige Umsetzung ist aus meiner Sicht ein voller Erfolg“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Mittwoch in Frankfurt. Nach öffentlichem Druck hatte die Notenbank 2013 das Ziel ausgegeben, bis spätestens Ende 2020 mindestens die Hälfte der deutschen Goldreserven von derzeit 3378 Tonnen in eigenen Tresoren im Inland aufzubewahren.

          Nach Angaben der Bundesbank liegen jetzt 1710 Tonnen oder 50,6 Prozent des deutschen Goldschatzes in heimischen Tresoren. In New York werden weiterhin 1236 Tonnen oder 36,6 Prozent des Edelmetalls aufbewahrt. In London sind es 432 Tonnen. Im Fall einer extremen Krise könnte so schnell Gold gegen Dollar getauscht werden. London ist der größte Handelsplatz für das Edelmetall, der Dollar die wichtigste internationale Reservewährung.

          Im Euro-Mitgliedsland Frankreich gibt es keine deutschen Goldreserven mehr, nachdem die Bundesbank in diesem Jahr die restlichen 91 Tonnen nach Deutschland geholt hat. Jeder Barren aus dem Ausland sei umfassend auf Gewicht und Echtheit überprüft worden, sagte Thiele. „Es gab keine Beanstandungen.“

          Die Kosten der Verlagerung bezifferte die Notenbank auf insgesamt 7,7 Millionen Euro. Der gesamte Goldschatz der Bundesbank von rund 270.000 Barren hat derzeit einen Wert von 120 Milliarden Euro.

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