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Trotz Spannung am Aktienmarkt : Gold ist weniger gefragt

Auch die Schmucknachfrage büßte ein 1 Prozent ein. Bild: AP

Die Goldnachfrage in aller Welt ist in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf 973 Tonnen gesunken. Laut World Gold Council ist das die geringste Nachfrage in einem ersten Quartal seit 2008.

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          Die Goldnachfrage in aller Welt ist im ersten Quartal dieses Jahres rückläufig gewesen, obwohl internationale Spannungen die Anleger zeitweise verunsichert und zu starken Kursbewegungen an den Aktienmärkten geführt hatten. Wie das World Gold Council, eine Lobbyorganisation der Goldbranche, am Donnerstag mitteilte, sank die Goldnachfrage in aller Welt in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf 973 Tonnen. Das sei die geringste Nachfrage in einem ersten Quartal seit 2008 gewesen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Als wesentlicher Grund für den Rückgang wurde eine geringere Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren vor allem in Deutschland, China und den Vereinigten Staaten ausgemacht sowie geringere Zuflüsse in börsengehandelte Indexfonds („Exchange Traded Funds“, ETF) auf Gold.

          Die Nachfrage nach Barren und Münzen ging um 15 Prozent auf 254,9 Tonnen zurück. Die Zuflüsse in Gold-ETF sanken von 96 auf 32,4 Tonnen. Gleichwohl habe es sich um das fünfte Quartal in Folge mit Nettozuflüssen in solche Fonds gehandelt, hebt das World Gold Council hervor. Die Nachfrage für die Schmuck-Produktion ging um 1 Prozent zurück auf 488 Tonnen. Der Einsatz von Gold in der sonstigen Industrie stieg um 4 Prozent auf 82,1 Tonnen. Kräftig mehr Gold kauften die Notenbanken, allen voran Russland, die Türkei und Kasachstan.

          Die Zentralbank-Nachfrage stieg um 42 Prozent auf 116 Tonnen; das war Rekord unter den Auftaktquartalen der vergangenen vier Jahre. Der Goldpreis schwankte in den ersten Monaten in einem Band zwischen gut 1300 und etwas mehr als 1350 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Am Donnerstag gewann Gold leicht auf 1316 Dollar.

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