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Preishoch : Gold ist so teuer wie seit über einem Jahr nicht mehr

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Eine Mitarbeiterin des privaten Münz- und Edelmetall-Händlers pro aurum nimmt einen Goldbarren aus einem Tresor. Bild: dpa

Politische Unsicherheiten und die schwache Konjunktur lassen Anleger in als sicher empfundene Anlagen flüchten. Das treibt den Preis für das Edelmetall nach oben.

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          Große politische Risiken und die andauernde globale Wachstumsschwäche treiben die Anleger zunehmend in als sicher empfundene Anlagen. Davon profitiert auch der Goldpreis: Am Freitag stieg der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis auf 1358 Dollar. Das ist der höchste Stand seit April 2018. In Euro gerechnet wurde mit 1203 Euro sogar der höchste Stand seit April 2017 erreicht.

          Gold profitiert zurzeit von mehreren Entwicklungen. Zum einen erhält das auch als Krisenwährung bezeichnete Edelmetall Zulauf, weil Anleger angesichts fallender Aktienkurse in die Defensive gehen. Der Bedarf nach Anlagen, die als sicher gelten, ist angesichts hoher politischer Risiken wie den Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran sowie dem amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt hoch.

          Hinzu kommen fallende Kapitalmarktzinsen, die den Zinsnachteil von Gold verringern. Das Edelmetall wirft im Gegensatz zu anderen als sicher empfundenen Anlagen wie festverzinslichen Wertpapieren keine regelmäßigen Erträge wie Zinsen ab. Sinken die Kapitalmarktzinsen, fällt dieser Nachteil weniger stark ins Gewicht. Die zurückgehenden Marktzinsen sind ebenfalls eine Folge hoher Unsicherheit unter Anlegern. Hinzu kommt das schwache weltweite Wirtschaftswachstum.

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