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Finanzkrise : Gläubiger von Lehman Deutschland bekommen alles zurück

  • Aktualisiert am

Blick auf die frühere Deutschland-Zentrale von Lehman Brothers in Frankfurt am Main. Bild: dpa

Die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers hatte im Herbst 2008 die Welt erschüttert. Die Gläubiger der deutschen Tochtergesellschaft kommen ohne Schaden davon - allerdings sind das nicht die Zertifikatebesitzer.

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          Neun Jahre nach der Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ist das Insolvenzverfahren über die deutsche Tochtergesellschaft so gut wie beendet. Die 750 Gläubiger der Frankfurter Lehman Brothers Bankhaus AG werden vollständig entschädigt, sagte der Insolvenzverwalter Michael Frege der Fachzeitschrift „INDat“.

          Im Laufe des Verfahrens sei es gelungen, die verfügbare Masse des deutschen Insolvenzverfahrens von anfänglich 100 Millionen auf 17 Milliarden Euro zu steigern, sagte Frege. Das deutsche Bankhaus habe im Konzern die Rolle einer zentralen Vertriebsstelle gespielt. Das habe rechtlich die Ansprüche gestärkt.

          Das Verfahren über Lehman Bankhaus hat allerdings nichts mit den rund 50.000 deutschen Privatanlegern zu tun, die Zertifikate der niederländischen Lehman-Tochtergesellschaft erworben hatten. Je nach dem, bei welcher Bank diese ihr Depot hatten, führen sie entweder immer noch Prozesse, konnten Vergleiche abschließen, erhielten Teilentschädigungen oder Abschlagzahlungen aus eben der niederländischen Insolvenzmasse.

          Dabei waren die Verluste nicht unerheblich. Von der Targo-Bank (früher Citi) erhielten die Anleger laut Verbraucherzentrale im Durchschnitt 48,4 Prozent ihres Einsatzes zurück und durften zudem die Zertifikate behalten, die noch rund 25 Prozent des Ausgabewerts wert sein sollten. Das aber gilt als recht komfortable Lösung für die gut 2000 Geschädigten, die also im günstigsten Fall etwa ein Viertel des Geldes verloren.

          Die Gläubiger von Lehman Bankhaus sind dagegen vor allem institutionelle Anleger wie Kommunen, Länder oder Pensionskassen. Die größten Außenstände hatten dabei die Bundesbank und die Einlagensicherung der Privatbanken, die bei der Pleite zunächst eingesprungen war.

          Aus der Insolvenzmasse wurden zudem Steuern und das nicht bezifferte Honorar der Insolvenzverwaltung bezahlt. Das Verfahren werde voraussichtlich noch in diesem Jahr geschlossen.

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