https://www.faz.net/-gv6-9c116

Geldhaus im Umbau : Gerüchte um neue Eigentümer treiben Aktienkurs der Deutschen Bank

  • Aktualisiert am

Was wird aus der Deutschen Bank? Bild: Reuters

JP Morgan dementiert einen Zeitungsbericht, demzufolge die Bank Interesse am Einstieg in die Deutsche Bank haben könnte. Befasst sich im Hintergrund auch die Kanzlerin mit dem Zustand des Instituts?

          1 Min.

          Bekommt Deutschlands wichtigste private Bank neue Eigentümer? Sowohl die amerikanische Großbank JP Morgan als auch das chinesische Geldhaus ICBC könnten sich in der Deutschen Bank engagieren, berichtet die „Wirtschaftswoche“ ohne eine Quellen zu nennen. Die Anleger an der Börse halten das zumindest nicht für unplausibel – der Aktienkurs legte im Vormittagshandel um mehr als 6 Prozent zu, während der Standardwerteindex Dax nahezu unverändert bliebt. Dem Bericht zufolge habe der niedrige Marktwert der Deutschen Bank das Interesse der Konkurrenzen aus Übersee geweckt. Derzeit bewerten die Anleger die Deutsche Bank insgesamt mit 20 Milliarden Euro.

          Da Frankfurt nach dem Austritt der Briten aus der EU an Bedeutung gewinne, gäbe es innerhalb von JP Morgan Gedankenspiele, sich womöglich an der Deutschen Bank zu beteiligten. Auch die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) habe ähnliches Interesse. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar ab. Mittlerweile hat eine Sprecherin von JP Morgan den Bericht zurückgewiesen. „Wir dementieren den Bericht, er stimmt nicht.“

          Weiterhin heißt es in dem Artikel indes unter Berufung auf Kreise der CDU-Landesregierung Nordrhein-Westfalens, Kanzlerin Angela Merkel sorge sich um die Deutsche Bank. Sie habe während eines Treffens mit dem früheren Bundesbankpräsidenten und derzeitigen Verwaltungsratschef der UBS Axel Weber um eine Einschätzung zur Lage der Bank gebeten. Die Regierung wollte sich zunächst nicht äußern, mittlerweile hat der Sprecher der Kanzlerin eine Stellungnahme abgegeben. „Die Berichterstattung zu angeblichen Inhalten eines Gesprächs der Bundeskanzlerin mit Herrn Weber haben wir mit Erstaunen zur Kenntnis genommen", sagte Steffen Seibert in Berlin. „Das ist rein spekulativ und kann nicht bestätigt werden.“

          Natürlich schaue die Bundesregierung, wie es großen und wichtigen Unternehmen der deutschen Wirtschaft gehe. Das gelte aber für viele Firmen. „Die Deutsche Bank ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen und wie bei allen privatwirtschaftlichen Unternehmen auch vertraut die Bundesregierung darauf, dass der Vorstand eine gute Strategie verfolgt.“

          DT. BANK

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Podcast starten 22:30

          Podcast-Serie zur Wahl : Die FDP in der Stadt der Reichen und Schönen

          Düsseldorfer ringen mit dem Image ihrer Stadt zwischen Kö und Schickimicki. Dann auch noch bundesweite FDP-Hochburg? Auf der Suche nach Vorurteilen in einer liberalen Stadt.

          Berichterstattung aus China : Jagd auf Journalisten

          In Chinas Flutgebieten sollen Korrespondenten eingeschüchtert werden. Auch ein Mitarbeiter der Deutschen Welle ist betroffen. Chinesische Medien machen ebenfalls Stimmung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.