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Investor : George Soros verkauft Apple und Facebook

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George Soros Bild: Picture-Alliance

In Davos hat Investor George Soros auf die mächtigen Technik-Konzerne geschimpft. Jetzt wird deutlich: Ihre Aktien hatte er damals schon verkauft. Nur ein Unternehmen ist in seiner Gunst gewachsen.

          Keine vier Wochen ist es her, dass Investor George Soros auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die Technik-Konzerne an den Pranger gestellt hat: Facebook und Google seien „immer mächtiger werdende Monopole“, die sich vielleicht „mit autoritären Regimen“ verbünden könnten. Vielleicht schüfen sie „ein totalitäres Netzwerk, wie es Aldous Huxley und George Orwell sich nicht besser hätten ausmalen können“ – die Autoren der dystopischen Romane „Schöne neue Welt“ und „1984“. Seine Hoffnung setzte er auf Margrethe Vestager, die EU-Wettbewerbskommissarin.

          Offenbar hatte Soros sich zu diesem Zeitpunkt schon von vielen Aktien großer Tech-Konzerne befreit. Im jüngsten Quartalsbericht seines Fonds, der den Aktienbestand zum Jahreswechsel auflistet, fehlen die Aktien von Alibaba, Amazon, Apple und Facebook komplett. Dabei hatte Soros noch am 30. September allein 70 Millionen Dollar in Facebook-Aktien. Großer Einfluss wäre mit all seinen Anteilen nicht verbunden gewesen, dazu waren sie zu klein – zumal sich die Unternehmensgründer der Technik-Konzerne oft selbst besondere Stimmrechte und damit besonderen Einfluss gesichert haben.

          Soros wurde berühmt mit seinen Spekulationen gegen das britische Pfund, die das Pfund aus dem Europäischen Währungssystem drängten, in dem die Währungen europäischer Länder vor Einführung des Euro auf ungefähr gleichen Wechselkursen gehalten wurden.

          Seitdem engagiert sich Soros mehr und mehr politisch. In seinem Heimatland Ungarn hat er sich unbeliebt gemacht, weil er immer wieder für eine offenere Gesellschaft eintritt und sogar eine Universität finanziert. In Großbritannien spendet er an Brexit-Gegner. International gibt er Geld für das „Institute for New Economic Thinking“ (Institut für neues ökonomisches Denken), das mit bekannten Ökonomen die Volkswirtschaftslehre revolutionieren möchte.

          Ein Unternehmen hat Soros allerdings neu ins Depot genommen: die Google-Muttergesellschaft Alphabet. Der Bericht weist einen Aktienbestand im Wert von 4,8 Millionen Dollar aus.

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