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Geldwäschevorwürfe : Grenke-Aktie stürzt ab

Der Firmensitz von Grenke in Baden-Baden Bild: Grenke AG

Die Furcht vor einem weiteren Fall Wirecard hat am Dienstag den Akienkurs des Leasing-Spezialisten Grenke massiv fallen lassen.

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          Der Aktienkurs des badischen Leasing-Anbieters Grenke ist am Dienstag zeitweise um mehr als 25 Prozent auf den tiefsten Stand seit Juni 2016 gefallen. Der auf Leerverkäufe spezialisierte Börsendienst Viceroy, hinter dem der ehemalige Sozialarbeiter Fraser Perring steht, hatte am Montag eine Studie veröffentlicht, in der er dem Unternehmen aus Baden-Baden unter anderem Geldwäsche vorwirft. Das Leasingmodell erleichtere und ermutige Betrug durch Wiederverkäufer zu Lasten kleiner Unternehmen, gemeinnützigen Einrichtungen und der öffentlichen Verwaltung.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Viceroy stört sich unter anderem an seines Erachtens zu niedrigen Abschreibungen und hohen Liquiditätsbeständen bei gleichzeitig häufigen Kapitalmaßnahmen.Wie Wirecard oder Steinhoff habe auch Grenke eine Fülle wertloser Unternehmen aufgekauft, heißt es von Viceroy. Man glaube, dass ein substantieller Teil der ausgewiesenen Liquidität nicht existiere. Just eine solche Entdeckung hatte den Zusammenbruch von Wirecard ausgelöst.

          GRENKE AG NA O.N.

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          Vor dem Hintergrund des Skandals um das als Zahlungsabwickler in Erscheinung tretende Unternehmen Wirecard finden solche Vorwürfe am deutschen Aktienmarkt derzeit mehr Beachtung als in früheren Zeiten. Entsprechende sogenannte „Short-Seller-Attacken“ waren ehedem in der Regel kurzlebig. Nun aber wollen viele Anleger nicht wie im Fall Wirecard am Ende auf dem falschen Fuß erwischt werden. Grenke hatte gegenüber der F.A.Z. eine Stellungnahme angekündigt. Diese lag bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags nicht vor.

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