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Geldanlage in Sachwerte : Der beliebte Krügerrand für Anfänger

Der kleine Silberling im großen Schwarzen. Bild: Rand Refinery

Der Krügerrand aus Silber hat sich gleich nach dem Verkaufsstart im vergangenen Jahr einen ordentlichen Marktanteil gesichert. Wer kauft die Silbermünze?

          2 Min.

          Der südafrikanische Krügerrand ist die wohl bekannteste Goldmünze der Welt – erstmals geprägt wurde sie im Jahr 1967. Inzwischen hat sich offenbar auch die viel jüngere silberne Version dieser Anlagemünze hierzulande einen festen Platz unter den Käufen der Edelmetall-Anleger erobert. Denn wegen des Erfolgs ihrer Goldmünze brachte die Minengesellschaft Rand Refinery zusammen mit der Prägestätte South African Mint vor einem Jahr den Krügerrand erstmals auch als unlimitiert geprägte Silbermünze auf den Markt. Eine Stempelglanzversion in Silber war auch schon ein Jahr zuvor erhältlich, allerdings nur limitiert, als sich die Ausgabe der goldenen Krügerrand-Münze zum 50. Mal jährte.

          Kerstin Papon
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Den silbernen Krügerrand gibt es im Gewicht einer Unze (31,1 Gramm), den goldenen zudem in einer halben oder einer viertel Unze. Während die Silbermünze aktuell rund 18 Euro kostet, sind es für einen Krügerrand in Gold im Gewicht einer Unze etwa 1350 Euro. In der Prägung ähneln sie sich: Auf der einen Seite ist jeweils eine Springbock-Antilope zu sehen, auf der anderen das Abbild des südafrikanischen Politikers Paul Kruger.

          Seit der Markteinführung zähle der sogenannte Silver-Randy zu den absoluten Verkaufsschlagern, sagt Dominik Lochmann, Geschäftsführer von ESG Edelmetall Service. Schon im Jahr 2018 sei die Münze eine der absatzstärksten Anlagesilbermünzen dieses Edelmetallhändlers gewesen. Dies liege sicherlich daran, dass der Gold-Krügerrand die beliebteste Anlagegoldmünze der Deutschen sei und viele Menschen das vertraute Bild der Springbock-Antilope „Randy“ wiedererkennen würden. Zudem sei die Münze auch in größeren Mengen gut verfügbar.

          Ordentlicher Marktanteil

          Der Krügerrand aus Silber habe sich erwartungsgemäß gleich nach dem Start einen ordentlichen Marktanteil gesichert, sagt Oliver Heuschuch, Leiter Handel von Degussa Goldhandel. Zusammen mit dem kanadischen Maple Leaf und dem Australian Kangaroo teile er sich hierzulande den Markt von verkauften Silbermünzen im Gewicht einer Unze nun etwa zu je einem Drittel. Davor hätten sich die beiden anderen Silbermünzen den Markt faktisch je fast zur Hälfte aufgeteilt.

          Und wer kauft den silbernen Krügerrand? Die Käufer seien vielfältiger, als man es vielleicht annehmen würde, sagt Heuschuch. Die Palette reiche vom Studenten, der gerne erst einmal kleinere Beträge in Silber investieren möchte, bis zum Anleger, der in größerem Rahmen investiere und große Masterboxen kaufe. Diese Kisten enthalten 500 Münzen und kosteten zuletzt gut 8900 Euro.

          Doch die Nachfrage der Anleger insgesamt schwankte. Bis zum Jahresende 2018 habe sich das Interesse der Investoren recht gut entwickelt, sagt Heuschuch. In diesem Jahr sei der Silbermarkt bis Juni aber eigentlich fast völlig zum Erliegen gekommen. Erst mit dem Kursanstieg des Edelmetalls hat auch die Nachfrage nach Silbermünzen wieder deutlich zugenommen. Dabei habe Silber sehr verspätet auf den Anstieg des Goldpreises reagiert. Am Freitag kostete die Feinunze Silber zeitweise rund 16,20 Dollar. Im Juli war es mit bis zu 16,70 Dollar der höchste Preis seit gut einem Jahr. Seit Jahresbeginn ist Silber nun um 5 Prozent teurer geworden.

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