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Technische Analyse : Diese europäischen Aktien sind interessant

  • -Aktualisiert am

Ab oder auf? Bär und Bulle vor der Frankfurter Börse symbolisieren die beiden Marktrichtungen. Bild: Patrick Junker

Aktien sind auch im neuen Jahr wieder die besseren (Staats-)Anleihen. Eine Technische Analyse.

          Im neuen Jahr sollte es aufgrund der ansprechend laufenden Weltkonjunktur, der erwarteten Anhebung der amerikanischen Leitzinsen und der Diskussion um die Drosselung der Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) nicht überraschen, wenn es auf beiden Seiten des Atlantiks zu leicht steigenden Anleiherenditen kommt. Demgegenüber deutet sich aus technischer Sicht – zumindest für die erste Jahreshälfte 2018 – eine Fortsetzung der Hausse an Europas Aktienmärkten an.

          Als Resultat bleibt auch 2018 eine technisch motivierte, konservative Strategie an den Euroaktienmärkten von Interesse. Bei dieser Anlagestrategie wird ein gleichgewichteter Aktienkorb aus Euro-Stoxx-50-Titeln erstellt, welcher die Kombination aus einer attraktiv erwarteten Dividendenrendite und einer attraktiven technischen Gesamtlage bietet. Das schon in früheren Jahren zur Auswahl verwendete Selektionsverfahren liefert diesmal einen insgesamt im Vergleich zu den Vorjahren etwas defensiveren technischen Aktienkorb aus Axa (Sicherungsstopp: 19,80 Euro), BMW (63,00 Euro), Daimler (58,00 Euro), Deutsche Telekom (13,20 Euro), Eni (11,50 Euro), ING (12,00 Euro) und Schneider Electric (53,00 Euro).

          Die konservative Strategie für 2017 umfasste einen gleichgewichteten Aktienkorb aus Allianz, BBVA, BMW, ING, Schneider Electric, Siemens und Total. Innerhalb des Anlagezeitraums 9. Januar 2017 bis 10. Januar 2018 hat der Euro-Stoxx-50-Performance-Index, in dem die um die länderbezogenen Steuersätze reduzierten Dividendenzahlungen der Indexmitglieder anteilig in Index-Kurssteigerungen umgerechnet werden, einen Kursanstieg von 12 Prozent erzielt. In diesem Zeitraum hat ein Investor mit der konservativen Strategie 2017 einen Kursgewinn von 12,45 Prozent erreicht, wobei die im Laufe des Jahres erhaltenen Dividendenzahlungen ebenfalls jeweils um die anfallende Steuer reduziert wurden.

          Jeder Titel erhält strategischen Sicherungsstopp

          Im Vergleich hat der „Iboxx Euro Germany Sovereign Overall Total Return Index“ (kurz: Iboxx Germany) – ein Rentenperformance-Index, der repräsentativ für die Zinskurve von deutschen Staatsanleihen steht und als Repräsentant für eine „Kaufen-und-Halten-Strategie“ am deutschen Anleihemarkt gilt – eine Kursentwicklung von minus 0,65 Prozent hinnehmen müssen. Summiert man die seit Anfang 2005 vorgestellten Aktienkörbe mit dem jeweiligen, zum Jahreswechsel vorgenommenen Tausch auf, so ergibt sich ein Gesamtkursanstieg von 155,9 Prozent. Der Euro-Stoxx-50-Performance-Index als Repräsentant für eine „Kaufen-und-Halten-Strategie“ bei Standardaktienindizes hat einen Kursanstieg von 79,0 Prozent geliefert. Eine Anlage im Iboxx Germany hätte in diesem Anlagezeitraum 57,6 Prozent erreicht. Damit hat sich im Jahr 2017 der Vorsprung der auf der Technischen Analyse beruhenden Dividendenstrategie gegenüber der Anlage in deutsche Staatsanleihen abermals sehr deutlich ausgeweitet.

          Für die Auswahl der Titel für den Aktienkorb 2018 bleibt es bei dem schon mehrfach verwendeten Selektionsverfahren. Erstens soll die Aktie im Euro Stoxx 50 enthalten sein und aktuell nicht zu den potentiellen Index-Entnahmekandidaten für die reguläre, jährliche Indexanpassung im September 2018 gehören. Zweitens sollte die erwartete Dividendenrendite über 3,0 Prozent (deutlich oberhalb der Zinskurven von deutschen und vielen anderen Eurostaatsanleihen) liegen. Drittens sollten die Titel ein attraktives technisches Gesamtbild aufweisen, so dass die Chance auf eine Eigendynamik bei der Kursentwicklung des Titels besteht. Viertens sollten die Aktien nicht nur aus einem Sektor beziehungsweise aus einem Land stammen („Diversifikation“). Fünftens wird ein Risikomanagement vorgenommen.

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          Jeder Titel erhält einen strategischen Sicherungsstopp, der sich im Laufe des Jahres jeweils um den Betrag der gezahlten Dividenden beziehungsweise eventuell um die Auswirkungen einer Kapitalmaßnahme verringert. Fällt die Aktie unter diesen Sicherungsstopp, wird die Position automatisch geschlossen. Durch dieses Risikomanagement soll das Investment in den Aktienkorb gegen eine unerwartet einsetzende Baisse sowohl der Titel als auch am Gesamtmarkt geschützt werden. Sechstens werden Barmittel (zum Beispiel die um die Steuer reduzierten Dividendenzahlungen) bis zum Dezember 2018 als „Cash-Position“ gehalten.

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