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Funk-Spezialist : Frequentis will aufs Börsenparkett

  • -Aktualisiert am

Frequentis sorgt für die Verbindung zwischen Tower und Cockpit. Bild: dpa

Das Unternehmen Frequentis ist vor allem auf sicherheitsrelevanten Funk spezialisiert, wie etwa die Flugsicherheit. Nun will man an der Börse landen.

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          Der Wiener Technikspezialist Wiener Frequentis will in Wien und Frankfurt an die Börse. Seit Samstag werden die Aktien sollen zu einem Preis zwischen 18 und 21 Euro angeboten.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent kontrolliert Frequentis nach eigener Darstellung den Weltmarkt für die Sprachkommunikation in der Flugsicherung. Zudem bietet man Software- und Hardwarelösungen für die Leitzentralen von Polizei, Feuerwehr und  Rettungsdiensten sowie Schifffahrt und Bahn. In Deutschland versorgt Frequentis auch die Bundeswehr. Seit 2007 beliefern die Wiener auch die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa.

          Johannes Bardach, seit 33 Jahren Mehrheitseigentümer, gibt dabei fast ein Drittel seiner Aktien ab, 1,2 Millionen Aktien kommen aus einer Kapitalerhöhung. Mit dem Gang aufs Börsenparkett wird ein Streubesitz von rund 30 Prozent angestrebt. Die Erstnotiz ist für den 14. Mai geplant. Das Ziel der Familie Bardach sei, über Generationen hinweg Mehrheitseigentümer zu bleiben.

          Bei einer Vollplazierung wäre Frequentis mit bis zu 277 Millionen Euro bewertet. Rund 900 000 Aktien wurden schon für 18 Euro je Anteilsschein bei ausgewählten Investoren plaziert. Dafür habe man sich entschieden, um den eigentlichen Börsengang abzusichern.

          Brutto könnten Frequentis bis zu 25 Millionen Euro zufließen. Damit will man die führende Stellung in dem fragmentierten Markt für Kontrollsicherheitssysteme durch Zukäufe ausbauen.

          2018 erzielte Frequentis einen gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent höheren Umsatz von knapp 286 Millionen Euro. 2019 sollen es erstmals mehr als 300 Millionen Euro werden. Der Reingewinn soll laut Going Public von 11,3 auf 13 Millionen Euro steigen. Daraus ergibt sich eine Bewertung für das laufende Jahr mit einem KGV von 18 bis 20, was nicht übermäßig hoch erscheint.

          Es ist die erste größere Emission seit zwei Jahren in Wien, wo das Parkett in den zurückliegenden Jahren unter einer Reihe von Abgängen gelitten hat.

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