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Zahlungsdienstleister : Fulminantes Börsendebüt für Wirecard-Rivalen Adyen

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An der Euronext sind die Aktien des Neulings Adyen am Mittwoch extrem gefragt. Bild: Reuters

Zahlungsdienstleister sind an der Börse im Trend. Der Aktienkurs der niederländischen Adyen legt beim Börsendebüt rund 80 Prozent zu. Aber auch Wirecard haussieren weiter.

          Mit kräftigen Kursaufschlägen debütiert Adyen an der Börse. Die Aktien des niederländischen Zahlungsdienstleisters erschienen in Amsterdam bei 400 Euro erstmals auf den Kurszetteln. Das war ein Plus von gut 65 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis. Mittlerweile liegt der Kurs bei 438,80 Euro.

          Der Wirecard-Rivale hatte seine Papiere zu jeweils 240 Euro und damit am oberen Ende der Angebotsspanne zugeteilt. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf 7,1 Milliarden Euro.

          Die Eigentümer von Adyen nehmen mit dem Börsengang des niederländischen Zahldienstleisters die maximale angestrebte Summe ein. Inklusive einer Mehrzuteilungsoption erziele man eine Gesamtsumme von rund 947 Millionen Euro.

          ADYEN N.V. EO-,01

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          Es habe eine hohe Nachfrage von institutionellen Investoren weltweit gegeben, hieß es weiter. Die angebotenen rund 14 Prozent des Kapitals seien mehrfach überzeichnet gewesen.

          Dem Unternehmen selbst fließen keine Mittel zu. Der Anbieter von vor allem Online-Zahlungslösungen machte 2017 gut 1,1 Milliarden Dollar Umsatz. Zu den Kunden gehören unter anderem die Internetkonzerne  Facebook, Netflix und Ebay. Bei Letzterem hatte die niederländische Firma vor kurzem PayPal als bevorzugter Bezahldienst abgelöst.

          Auch der Kurs des deutschen Dienstleisters Wirecard setzt im Kielwasser des erfolgreichen Börsengangs seine Rekordjagd fort und stieg bis auf 154 Euro. Zuletzt ging es um noch 2,5 Prozent nach oben. Auf Sicht von zwölf Monaten ist der Börsenwert Wirecards um rund 156 Prozent gestiegen. Damit ist das Unternehmen nun mehr wert als die Commerzbank und fast so viel wie die Deutsche Bank.

          WIRECARD

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          Manch ein Börsianer warnt nach dem starken Lauf vor einem Rückschlag. So tendieren Anleger nach starken Kursanstiegen dazu, zwischendurch auch einmal Kasse zu machen. Grundsätzlich profitiert der Konzern aber weiterhin - wie die gesamte Branche - vom Trend bargeldlos zu bezahlen: Binnen zehn Jahren ist der Wert der Aktien um fast 3000 Prozent gestiegen. Das durchschnittliche Kursziel der 15 im dpa-AFX-Analyser erfassten Analysten liegt bei rund 145 Euro und damit etwas unter dem aktuellen Kursziel. Die Bandbreite ist dabei allerdings recht groß und reicht von 115 bis 180 Euro.

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