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Freshfields und Cum-ex : Anwälte im Steuerskandal

Frankfurt am Main, Standort der in den Fokus der Ermittler geratenen Wirtschaftskanzlei Freshfields Bild: dpa

Freshfields gilt als „Edelmarke“, zu den Mandanten gehören Dax-Konzerne und die Bundesregierung. Nun steckt die Wirtschaftskanzlei in der größten Krise ihrer Geschichte.

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          Erzengel Michael ist in diesen Wochen gefragter denn je. Mehr als 200 Jahre gewährt er der internationalen Wirtschaftskanzlei Freshfields nun schon Schutz. Der erste „Freshfield“, James William, brachte ihn 1801 mit in die Sozietät ein, der Engel zierte schon sein Familienwappen. Jetzt können die Flügel des Engels nicht breit genug sein, denn Freshfields steckt in der größten Krise seiner Firmengeschichte. Die Staatsanwaltschaft hat in den vergangenen Monaten zweimal die Räume der Kanzlei durchsucht und Ende November sogar dafür gesorgt, dass nun einer der einst renommiertesten Partner der Kanzlei in Untersuchungshaft sitzt.

          Corinna Budras

          Redakteurin in der Wirtschaft und für Frankfurter Allgemeine Einspruch.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          So ein beispielloses Vorgehen hat auch eine beispiellose Vorgeschichte: Sie hängt zusammen mit dem größten Steuerbetrug der Geschichte. Er ist unter dem griffigen Namen „Cum-Ex“ inzwischen selbst fachfremdem Publikum bekannt. Der Steuerzahler jedenfalls sollte sich dafür brennend interessieren, denn hinter diesem Schlagwort verbirgt sich eine Masche, die von Aktienhändlern quer durch die Finanzinstitutionen über Jahre hinweg mit Eifer betrieben wurde und die dem Staat nach groben Schätzungen mindestens zwölf Milliarden Euro gekostet hat.

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