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„Flash Crash“ : Wenn der Blitz in die Finanzmärkte einschlägt

Börsenhändler an der Wall Street in New York City Bild: AFP

In Japan kam es am Donnerstag zu sehr starken kurzfristigen Bewegungen von Devisenkursen. Solche „Flash Crashs“ lassen sich immer öfter an den Märkten beobachten. Was steckt dahinter?

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          Was für ein Schreck am Donnerstagmorgen: Der australische Dollar verlor völlig überraschend innerhalb von Minuten fast 8 Prozent seines Wertes auf den japanischen Yen, die türkische Lira büßte 10 Prozent ein. In den Strudel gerieten auch andere Währungen. Mit 67,49 amerikanischen Dollar je „Aussie“ erreichte dieser kurzfristig den tiefsten Stand seit einem Jahrzehnt. Händler in Sydney sprachen von einem „verrückten Markt“ und einem „Flash Crash“, einem blitzschnellen Einbruch.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Gerald Braunberger

          Zwischen 9.30 und 9.36 Uhr australischer Zeit stürzte der Kurs der australischen Währung rasant gegenüber dem japanischen Yen. Über Jahre wurden die beiden Währungen von Devisenspekulanten für sogenannte Carry-Trades genutzt: In der einen Währung wird zu niedrigen Zinsen Geld aufgenommen, das dann in der anderen für hohe Zinsen angelegt wird. Auch gegenüber der türkischen Lira gewann der Yen kurzfristig 10 Prozent hinzu. Innerhalb kurzer Zeit normalisierten sich die Kurse dann wieder.

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