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Umbruch in der Finanzwelt : Kommen bald die negativen Bauzinsen?

Ein Haus bauen und von der Bank für den Kredit noch Geld geschenkt bekommen, statt Zinsen zu zahlen – das ist die nette Idee von negativen Bauzinsen. Bild: Caro / Waechter

Die Bauzinsen sinken immer weiter. Erste Banken stellen sich offenbar auf negative Zinssätze ein. Sollten diese Realität werden, steht die Finanzwelt vor großen Schwierigkeiten.

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          Am Montag war es schon ganz knapp. In der Finanzbranche hielten manche den Atem an. Die günstigsten Zinsen für Baudarlehen auf zehn Jahre – bei einer Tilgung innerhalb der Zinsbindung und einem für die Bank günstigen Verhältnis von Hauswert und Kredithöhe – sanken auf minimale 0,03 Prozent, nach schon ebenfalls sehr niedrigen 0,11 Prozent in der Vorwoche. Auf eine Nachkommastelle gerundet war man also schon bei 0 Prozent. Was würde am nächsten Tag passieren? Das Abrutschen der Bauzinsen ins Negative schien denkbar, der nächste Schritt in eine neue Finanzwelt, die man so bisher nicht kannte. Doch bislang ist das nicht passiert. Zuletzt hat sich auch die Rendite der Bundesanleihe mit zehn Jahren Laufzeit, an der sich die Bauzinsen oftmals orientieren, zumindest ein wenig erholt.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Trotzdem bereiten sich die ersten Banken offenbar auf negative Bauzinsen vor, sie stoßen dabei aber anscheinend auf technische Schwierigkeiten. Der Branchendienst „Finanz-Szene“ berichtete zuerst darüber, unter Berufung auf Quellen aus Banken. „Wir reden hier nicht von Lockvogelangeboten“, sagte demnach ein Banker. Und ein Vertreter einer großen deutschen Bank wird zitiert: „Natürlich wollen wir möglichst die Null halten; aber sollte es die Wettbewerbssituation erfordern, werden wir handeln und mit negativen effektiven Jahreszinsen arbeiten.“

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