https://www.faz.net/-gv6-9fc9r

Von wegen leere Kassen : Finanzvermögen des deutschen Staates steigt um 48 Milliarden Euro

  • Aktualisiert am

Das Finanzvermögen des deutschen Staates ist im Jahr 2017 um 5,4 Prozent gestiegen. Bild: dpa

In der Wirtschaft läufts rund, die Steuereinnahmen sprudeln. Das bleibt nicht ohne Auswirkung auf das Finanzvermögen der Bundesrepublik. Das hat auch mit der Atomkraft zu tun.

          1 Min.

          Das Finanzvermögen des deutschen Staates ist dank der guten Konjunktur mit wachsenden Steuer- und Beitragseinnahmen spürbar gestiegen. Der Bestand an Bargeld, Einlagen, Wertpapieren, Ausleihungen sowie sonstigen Forderungen summierte sich Ende 2017 auf 932,1 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das waren 5,4 Prozent oder 47,7 Milliarden Euro mehr als Ende 2016. Sowohl der Bund als auch Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte erhöhten dabei ihre Besitzwerte. Dem stehen allerdings auch Schulden von knapp zwei Billionen Euro gegenüber.

          Der größte Bereich des Finanzvermögens machten Anteilsrechte aus - etwa Beteiligungen an Versorgern oder anderen Unternehmen. Dieses Finanzvermögen wuchs um 6,5 Prozent auf 330,4 Milliarden Euro stieg. Die Anlage in Bargeld und Einlagen nahm um 16,3 Prozent auf 284,3 Milliarden Euro zu. Gehaltene Wertpapiere, Ausleihungen und sonstige Forderungen verloren hingegen an Bedeutung.

          Der Bund allein weist ein Finanzvermögen von 335,9 Milliarden Euro auf, ein Plus von 4,7 Prozent. Dazu trug der neu eingerichtete „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ maßgeblich bei. Hier zahlten die Betreiber der 25 deutschen Kernkraftwerke insgesamt 24,1 Milliarden Euro ein. Damit soll die Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls finanziert werden. Die Länder erhöhten ihr Finanzvermögen um 1,3 Prozent auf 234 Milliarden Euro, die Gemeinden um 7,1 Prozent auf 205,2 Milliarden Euro. Die Sozialversicherung kam auf ein Plus von 11,2 Prozent auf 157 Milliarden Euro.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Neue Nummer drei: Elise Stefanik im Januar 2020 nach Trumps Freispruch im Weißen Haus.

          Machtkampf der Republikaner : Aufstieg einer glühenden Trumpistin

          Die vergangenen Tage haben eindrücklich gezeigt: Auch nach der Wahlniederlage hat Donald Trump die Fraktion der Republikaner unter Kontrolle. Sein neuester Coup ist die Beförderung von Elise Stefanik.

          Nahost-Konflikt : Hamas feuern Raketen auf Jerusalem

          Gegen 18 Uhr Ortszeit wurden aus Gaza-Stadt Dutzende Raketen in Richtung Jerusalem abgefeuert – ein Zivilist wurde verletzt. Auf dem Tempelberg ist ein weithin sichtbares Feuer ausgebrochen.
          Cybergangster kommen nicht durchs Tor: Tankanlagen an einer Abzweigung im Pipeline-System von Colonial im Bundesstaat Alabama

          Hackerangriff auf Pipeline : Lösegeld für das schwarze Gold

          Eine Cyberattacke in den Vereinigten Staaten beeinträchtigt den Transport von Öl. Sollten die Folgen anhalten, könnten auch hierzulande Öl und Benzin nochmal teurer werden.
          Hat gut lachen: Hamburgs Interimstrainer Horst Hrubesch (rechts) klatscht mit HSV-Spieler Moritz Heyer ab.

          5:2 gegen Nürnberg : Mit Hrubesch läuft es beim HSV

          Mit Interimstrainer Horst Hrubesch siegt Hamburg gegen Nürnberg deutlich. Damit wahrt der HSV eine kleine Chance auf den Aufstieg. Doch auch Konkurrent Kiel holt gegen Hannover drei Punkte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.