https://www.faz.net/-gv6-9ljsp

Steigende Kurse : Finanzmärkte hoffen auf baldiges Ende des Handelsstreits

  • Aktualisiert am

Blick auf die Dax-Tafel an der Frankfurter Börse Bild: Reuters

Findet der transpazifische Handelskonflikt ein versöhnliches Ende? Das, was Börsianer in aller Welt seit Wochen hoffen, scheint am Mittwoch in greifbare Nähe gerückt.

          2 Min.

          Hoffnungen auf eine Einigung im Handelsstreit zwischen den Vereinigte Staaten und China haben in der Nacht die Aktienkurse an den asiatischen Börsen in Asien gestützt. In Japan zeigt sich der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1 Prozent fester bei 21.712 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewinnt 0,6 Prozent auf 1622 Punkte, Koreas Kospi-Index 0,8 Prozent auf 2196 Zähler.

          Grund ist ein kurz nach Mitternacht veröffentlichter Bericht der „Financial Times“, die aus sicheren Quellen erfahren haben will, dass sich die Kontrahenten einem Abkommen nähern. Die meisten Punkte seien geklärt,  offen sei derzeit vor allem noch die Frage, wie bereits eingeführte amerikanische Zölle wieder aufgehoben werden können.

          „Ein Handelsdeal zwischen den USA und China ist definitiv positiv für die globale Konjunktur“, sagte  Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Um das Wirtschaftswachstum hatten sich Börsianer zuletzt immer wieder Sorgen gemacht. Allerdings werde der Deal alleine die bereits laufenden konjunkturelle Eintrübung nicht verhindern können, warnte Altmann.

          DAX ®

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Dem deutschen Aktienmarkt könnte dies ebenfalls Auftrieb geben. Rund zwei Stunden vor Handelsstart taxierte der Broker IG Markets den Dax auf 11.848 Punkte und damit 0,8 Prozent höher als zum Xetra-Schluss vom Dienstag. Sollte der Dax auf diesem Niveau starten, wäre dies der höchste Stand im Jahr 2019.  Auch die 200-Tage-Linie würde endlich deutlich hinter sich lassen.

          Der Kurs des Euro ist leicht gestiegen. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1222 Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Marktbeobachter sprechen von einer Gegenbewegung. In den vergangenen Handelstagen hatte noch eine Dollar-Stärke nach besser als erwartet ausgefallenen amerikanischen -Konjunkturdaten belastet. Am Dienstag war die Gemeinschaftswährung unter 1,12 Dollar gefallen und erreichte zeitweise den tiefsten Stand seit fast vier Wochen.

          EUR/USD

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Die Ölpreise setzen ihren Aufwärtstrend gleichfalls fort. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 69,75 Dollar. Das waren 38 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 24 Cent auf 62,82 Dollar.

          Gegenüber den Nachrichten über den Handelskonflikt konnte nicht belasten, dass der Interessenverband American Petroleum Instutite (API) in der vergangenen Woche einen Anstieg der Lagerbestände um drei Millionen Barrel registriert hatte.

          Insgesamt aber reagieren die Finanzmärkte sehr vorsichtig auf die Nachricht. Der Kursanstieg ist mehr als vorsichtiges In-Stellung-Bringen zu verstehen, denn als die Absicht, die unbestätigten Meldungen für bare Münze zu nehmen. Daran sollte man sich halten.

          Weitere Themen

          Libra startet mit vielen Zweifeln

          Digitale Währung : Libra startet mit vielen Zweifeln

          Von den 28 Gründungsmitgliedern sind 21 übrig geblieben. Und während die Zahl der Partner geschrumpft ist, gerät auch der Zeitplan für das Projekt ins Wanken.

          Topmeldungen

          Das Symbol der Türkei, weißer Halbmond und Stern auf rotem Untergrund.

          Syrien-Konflikt : Gut so, Wolfsburg!

          In der Türkei können VW und andere auch später noch Werke bauen – aber erst, wenn dort wieder Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Friedfertigkeit gelten.
          Sogenannte Fußballfans in Bulgarien, einem „der tolerantesten Länder der Welt“?

          Gegen den Hass : Die Strafen müssen weh tun

          Im Fußball hat sich ein Klima entwickelt, in dem sich Rassisten und Nazis ungeniert ausleben. Sanktionen schlugen bislang fehl. Ohne Punktabzüge und Disqualifikationen wird es nicht gehen. Aber selbst das reicht nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.