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Neuer Übernahmeversuch : Finanzinvestoren haben die Mehrheit an der Aareal Bank schon sicher

Zentrale der Aareal Bank in Wiesbaden. Das Private-Equity-Haus Advent versucht gerade, mit anderen Investoren das Institut zu übernehmen. Bild: dpa

Die Annahmefrist läuft noch bis Dienstag. Derzeit hat das Konsortium 51 Prozent, bis zur Mindestannahmeschwelle von 60 Prozent fehlen noch 9 Prozentpunkte.

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          In ihrem zweiten Anlauf zur Übernahme der Aareal Bank sind die Finanzinvestoren Advent und Centerbridge noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg dorthin. Zum 19. Mai kamen die beiden Gesellschaften auf eine Mehrheit an dem Wiesbadener Immobilienfinanzierer von gut 51 Prozent. Advent und Centerbridge , die in der Transaktion unter anderen von dem kanadischen Pensionsfonds CPPIB unterstützt werden, peilen bis Ende der Annahmefrist am kommenden Dienstag (24. Mai) eine Mindestannahmeschwelle von 60 Prozent an.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Sollten die Aktionäre ihre Aktien in dem Tempo andienen wie am Donnerstag, könnte das Vorhaben klappen. Denn von Mittwoch auf Donnerstag erhöhte sich der Anteil des Bieterkonsortiums um 4 Prozentpunkte. Advent und Centerbridge bieten 33 Euro je Aareal-Bank-Aktie. Darin ist die Dividende von 1,60 Euro enthalten. Ebenso wie das gescheitere erste Gebot unterstützen der Aufsichtsrat und der Vorstand des Gewerbeimmobilienfinanzierers die neue Offerte.

          AAREAL BANK

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          Anfang des Jahres war ein Übernahmeversuch am Widerstand von Großaktionären gescheitert. Im April hatten Centerbridge und Advent einen neuen Versuch gestartet, nachdem die Finanzaufsicht Bafin diesen aufgrund der guten Erfolgsaussichten genehmigt hatte. Ansonsten hätte die Aufsicht nach einem gescheiterten Übernahmeversuch eine einjährige Sperrfrist gegen die Bieter verhängen müssen.

          Die Finanzinvestoren haben sich im zweiten Anlauf die Unterstützung der zuvor widerspenstigen Großaktionäre gesichert. So liegen den Bietern nach eigenen Angaben unwiderrufliche Zusagen der Aktionäre Petrus Advisers, Talomon, Teleios und Vesa vor, die rund 37 Prozent der Anteile halten.

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