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Bieter liegen auf der Lauer : Warum feindliche Übernahmen zunehmen werden

Der Gang an die Börse spült Geld in die Kassen – und öffnet die Pforten für unerwünschte Offerten. Bild: dapd

Rauhe Zeiten zeigen, welche Unternehmen besonders stark sind – und welche verwundbar. Das begünstigt unerwünschte Offerten.

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          Feindliche Übernahmen werden nach Prognose von Goldman Sachs infolge der Corona-Krise eine größere Rolle im Fusionsgeschäft spielen. Die amerikanische Investmentbank meint das als allgemeines Muster nach Krisen zu erkennen. „Vergangenen Krisen ist regelmäßig ein sprunghaft gestiegener Anteil feindlicher M&A-Aktivität gefolgt“, heißt es in einer aktuellen Analyse des Geschäfts mit Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A). Entsprechendes ist auch jetzt absehbar: „Unsere Erwartung ist, dass wir sicherlich in der zweiten Jahreshälfte und 2021 einen deutlichen Anstieg sehen werden“, sagt Ko-Deutschlandchef Tibor Kossa.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Goldman Sachs untersuchte wiederkehrende Phänomene nach Krisen: vor dreißig Jahren (Golfkrieg), um die Jahrtausendwende (platzende Technologieblase) und um 2008 herum (Finanzkrise). In allen Fällen stieg der Anteil feindlicher M&A-Transaktionen am Gesamtmarkt – zum Beispiel von 8 Prozent unmittelbar vor der Finanzkrise auf 23 Prozent danach. Geschüttelt durch äußere Schwierigkeiten, divergieren der Darstellung zufolge die relativen Stärken von Unternehmen; und Bieter nehmen Bewertungsabschläge einzelner Unternehmen als einmalige Gelegenheit wahr.

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