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Reaktion auf die Corona-Krise : Die Fed pumpt weitere 1,5 Billionen Dollar in die Märkte

Der amerikanische Notenbankchef Jerome Powell Bild: AFP

Als Reaktion auf die „höchst ungewöhnlichen Erschütterungen“ an den Märkten hat die amerikanische Notenbank die dritte Intervention binnen einer Woche beschlossen.

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          Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) kämpft mit einer gewaltigen Finanzspritze gegen die Folgen des Coronavirus‘ für das Finanzsystem. Alle Maßnahmen zusammengenommen stellt sie den Märkten 1,5 Billionen Dollar zur Verfügung. Es war die dritte Intervention der Fed binnen einer Woche.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Die zusätzlichen Liquiditätshilfen sind nach Angaben der Fed von New York beschlossen worden, um auf die „höchst ungewöhnlichen Erschütterungen“ an den Staatsanleihemärkten zu reagieren, die die Zentralbanker auf die Pandemie zurückführen. Fed-Chef Jerome Powell hatte die Sicherung der Finanzmärkte angeordnet.

          Die New York Fed teilte mit, sie würde in dieser Woche drei Wertpapierpensionsgeschäfte anbieten, jeweils im Volumen von 500 Milliarden Dollar, zwei davon mit dreimonatiger Laufzeit, eins mit einer Laufzeit von einem Monat. Die bisherigen Kaufprogramme bleiben weiter bestehen.

          Die Ankündigung der Fed hat amerikanischen Aktien geholfen, einen Teil der Verluste wieder wett zu machen. Die Fed fährt mit den Anleihekäufen, die sich nicht mehr auf Staatsanleihen mit kurzen Laufzeiten beschränken, ihr Anleiheportfolio von aktuell 4,2 Billion Dollar um ein Drittel nach oben.     

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