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Gespräche mit Finanzaufsicht : Fed sorgt sich wegen Bad Bank der Deutschen Bank

  • Aktualisiert am

Polizei vor einem Gebäude der Deutschen Bank an der Wall Street Bild: dpa

Weil die Deutsche Bank eine große Abbaubank plant, wollen die Finanzaufseher bei der Fed wissen, welche Folgen das für das Amerika-Portfolio des Geldhauses hat.

          Finanzaufseher der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) haben sich von Managern der Deutschen Bank deren Bad-Bank-Pläne erläutern lassen. Nach einem Bericht der Financial Times vom Montag sorgt sich die Aufsicht über die potentiellen Auswirkungen dieser Pläne auf das Geschäft der Deutschen Bank in den USA.

          In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Deutschlands größte Bank eine Abbaubank einrichten will, um einen breiten Rückzug im Investmentbanking umzusetzen. Die Deutsche Bank will große Teile ihres Handelsgeschäfts außerhalb Europas schrumpfen oder schließen.

          50 Milliarden Euro sollen abgebaut werden

          Wie groß die Bad Bank werden soll, stehe laut Financial Times noch nicht fest, doch gehe es um Vermögensgegenstände und Papiere im Umfang von 50 Milliarden Euro.

          Die Fed-Aufseher machen sich laut dem Zeitungsbericht Sorgen, weil die Folgen für das amerikanische Portfolio der Bank unklar seien. „Die Fed muss von Frankfurt wissen, wie sich dadurch das US-Geschäft verändert“, zitierte die Financial Times einen Insider. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar gegenüber dem Blatt ab. Beamte der Fed haben in den vergangenen Tagen detaillierte Gespräche mit der Deutschen Bank geführt.

          Die Amerika-Tochter der Deutschen Bank war im vergangenen Jahr beim amerikanischen Bankenstresstest durchgefallen. Daher darf sie ohne Genehmigung der dortigen Finanzaufsicht keine Zahlungen mehr an ihre Mutter in Deutschland leisten. Beim diesjährigen Stresstest sieht es besser aus, denn die Deutsche Bank hat zumindest die erste Runde überstanden.

          Ärger hat die Deutsche Bank in Amerika auch in Form von strafrechtlichen Untersuchungen durch die Notenbank Fed. Die prüft, ob das Kreditinstitut gegen Geldwäschevorschriften verstoßen hat. Dabei geht es um Transaktionen von Firmen, die unter der Kontrolle des amerikanischen Präsidenten Donald Trump und seines Schwiegersohns Jared Kushner stehen.

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