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Amerikanische Zentralbank : Fed gibt Hinweise auf Zinsschritte

Die letzte zweitägige Sitzung unter Yellens Leitung wurde auch für die Bestätigung der langfristigen Geldpolitik und -strategie genutzt. Bild: AP

Die mächtigste Notenbankerin der Welt übergibt an ihren Nachfolger Jerome Powell. Und auch in ihrer letzten Sitzung bewahrt Janet Yellen eine ruhige Hand.

          Die amerikanische Zentralbank Federal Reserve hat in ihrer letzten geldpolitischen Sitzung unter Führung der Fed-Chefin Janet Yellen die Leitzinsen nicht angerührt. Entsprechend ihrer geldpolitischen Leitlinie hat sie den Märkten damit eine Überraschung erspart. Der Zins für die Übernachtausleihungen von Banken bleibt in der Bandbreite von 1,25 und 1,5 Prozent.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          In der Stellungnahme gibt die Fed allerdings zarte Hinweise auf weitere Zinsschritte noch in diesem Jahr. Die Volkswirtschaft wächst nach Analyse der Zentralbanker in solidem Tempo. Das Wachstum wird bei niedriger Arbeitslosigkeit vom Konsum und von Investitionen getragen.

          Die Inflation blieb aber in den vergangenen zwölf Monaten hinter der von der Fed als Ziel ausgegebenen Zwei-Prozent-Marke zurück, doch erste Anzeichen deuten auf leichte Steigerung. Die Zentralbanker erwarten deshalb, dass die Inflation binnen zwölf Monaten auf zwei Prozent steigt und sich dort einpendelt. Die wirtschaftliche Entwicklung werde Zinsschritte ermöglichen, wenngleich das Niveau der Leitzinsen mittelfristig unter dem bleibe, was früher als normal angesehen wurde.

          Die letzte zweitägige Sitzung unter Yellens Leitung wurde auch für die Bestätigung der langfristigen Geldpolitik und -strategie genutzt. Die Fed bekannte sich darin zu einer transparenten Geldpolitik, die den Wirtschaftsakteuren die Entscheidungen so klar wie möglich erklärt.

          Die Zentralbanker bestätigen auch das Zwei-Prozent-Ziel für die Inflation. Ein längeres Überschreiten dieses Ziels macht den Zentralbankern genauso große Sorgen wie ein längeres Unterschreiten, stellte die Fed klar und erstickte damit Spekulationen, die Fed könnte ein Überschießen der Preise eine Zeitlang tolerieren. Damit verdeutlichte sie zugleich Kontinuität unter der Führung von Yellens Nachfolger Jerome Powell. Dieser übernimmt die Leitung der Fed am 3. Februar.

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