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Wall Street im Rückwärtsgang : Schlechte Stimmung bei Amerikas Hightech-Aktien

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Amerikas Börsen haben am Dienstag wieder Verluste verbuchen müssen. Bild: AFP

Nach einer kräftigen Erholungsrally zum Wochenauftakt sind Amerikas Börsen wieder deutlich abgerutscht. Vor allem Hightech-Aktien gerieten unter Druck. Dem Dow Jones droht zum Ende der Woche das Ende einer imposanten Serie.

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          Die amerikanischen Börsen sind nach der Rally zum Wochenauftakt am Dienstag auf Talfahrt gegangen. Händler sprachen von einer Kurskorrektur und verwiesen zudem auf die schlechte Stimmung bei Hochtechnologiewerten nach dem Datenskandal bei Facebook.

          Belastend wirkte sich auch die Nachricht aus, dass der Chiphersteller Nvidia seine Tests mit autonom fahrenden Fahrzeugen weltweit aussetzt. Grund sei der tödliche Unfall mit einem selbst fahrenden Fahrzeug des Mitfahrdiensts Uber in der vergangenen Woche, sagte eine Nvidia-Sprecherin. Auf öffentlichen Straßen werde es daher vorerst keine weiteren Tests geben. Die Nvidia-Aktie verlor knapp acht Prozent an Wert. Im frühen Handel hatte noch die Hoffnung auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China die Standardwerte an der Wall Street gestützt.

          Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,4 Prozent tiefer auf 23.857 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 1,7 Prozent auf 2612 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 2,9 Prozent auf 7008 Punkte.

          Dem Dow droht zum Ende der Woche das Ende einer imposanten Serie: Neun Quartale in Folge - also seit Herbst 2015 - kannte das Kursbarometer nur den Weg nach oben. Eine längere Serie war ihm zuletzt zwischen 1995 und 1997 mit elf Quartalen gelungen. Um die Rekordjagd doch noch fortzusetzen, müsste er es bis Monatsende über 24.719 Punkte schaffen.

          Dow Jones

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          Bei den Einzelwerten warfen die Anleger weiterhin Facebook wegen der Datenaffäre aus ihren Depots. Die Aktien verloren fast fünf Prozent. Nach wachsendem Druck auf Facebook ist Konzernchef Mark Zuckerberg offenbar zu einer Aussage vor dem amerikanischen Kongress bereit. Der 33-Jährige werde Fragen zum Datenschutz und anderen Themen beantworten, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.

          S&P 500

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          Aussagen des Short-Sellers Citron Research belasteten Twitter: Die Aktien fielen um rund zwölf Prozent. Der Broker erklärte, der Kurznachrichtendienst sei für Verstöße gegen den Datenschutz besonders anfällig.

          Tesla-Scheine fielen rund acht Prozent. Der tödliche Unfall mit einem Tesla-Fahrzeug in Kalifornien wird in den USA offiziell untersucht. Dies teilte die Nationale Behörde für Transportsicherheit mit. Es sei unklar, ob das Elektroauto zum Zeitpunkt des Unfalls von seinem automatischen Kontrollsystem gesteuert worden sei. Tesla sicherte seine uneingeschränkte Zusammenarbeit mit der Behörde zu. Der Unfall ereignete sich vergangene Woche.

          Die Anteilsscheine des Mischkonzerns General Electric sprangen dagegen rund vier Prozent in die Höhe. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, wonach der Starinvestor Warren Buffett bei dem Unternehmen einsteigen könnte.

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