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NachLibor-Skandal : EZB treibt eigenen Geldmarktzins voran

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Die EZB treibt den eigenen Geldmarktzins voran Bild: dpa

Die EZB treibt nach dem Libor-Skandal den eigenen Geldmarktzins voran. Der Grund ist einfach.

          Die EZB will nach den Skandalen um manipulierte Geldmarktsätze ihren angekündigten eigenen Referenzzins bis Oktober 2019 bereitstellen. Bis dahin werde der „Ester“ genannte Satz zur Verfügung gestellt, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mit.

          Zentralbanken suchen seit einiger Zeit nach Alternativen zu Geldmarktsätzen wie Libor und Euribor. Der Euribor ist der Zins, den Banken untereinander für kurzfristige Euro-Kredite verlangen. An diesen Basisgrößen orientieren sich die Zinsen für unzählige Finanzgeschäfte im Gesamtvolumen von Billionen von Euro.

          Die Geldmarktsätze waren in die Schlagzeilen geraten, weil bekanntwurde, dass Banker sie jahrelang zu ihrem Vorteil manipuliert hatten. Ein Reformversuch der Finanzbranche für den täglichen Euribor-Referenzsatz war 2017 fehlgeschlagen.

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