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Ex-“Bild“-Herausgeber : Kai Diekmann gründet digitale Vermögensverwaltung

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Steigt ins Finanzgeschäft ein: Medienprofi Kai Dieckmann Bild: dpa

Früher gab er die Bild heraus, heute will er einen 20 Milliarden-Euro-Fonds für Kleinsparer auflegen. Kai Diekmann will eine virtuelle Vermögensverwaltung samt Content-Geschäft aufbauen.

          Der ehemalige „Bild“-Herausgeber Kai Diekmann plant zusammen mit dem Banker Lenny Fischer eine virtuelle Vermögensverwaltung. Sie wollten den Deutschen das Sparen in der Nullzinsära beibringen, sagten Diekmann und Fischer dem „Manager Magazin“. Ziel sei, in den kommenden Jahren 20 Milliarden Euro Anlegergelder einzusammeln.

          Zielpublikum sind Diekmann und Fischer zufolge Anleger, die ihr Kapital derzeit auf nahezu ertraglosen Sparbüchern deponiert haben. Ihr „Zukunftsfonds“ soll im zweiten Quartal des kommenden Jahres an den Start gehen. Das Anlageangebot soll aktiv vor allem über digitale Kanäle vertrieben werden und deutlich günstiger sein als vergleichbare Konkurrenzprodukte. Die jährlichen Kosten sollen um die 1,4 Prozent des Sparkapitals liegen.

          Um dem Fonds genügend Aufmerksamkeit zu verschaffen, verhandeln Fischer und Diekmann derzeit mit mehreren Medienhäusern über Kooperationsverträge, wie das „Manager Magazin“ berichtete. Diekmann war Ende Januar aus dem Springer-Verlag ausgeschieden. Fischer ist laut „Manager Magazin“ sein Freund aus Bielefelder Kindertagen.

          Geldanlage plus Finanzbildung

          Das Start-up soll als eines seiner ersten Projekte eine „journalistisch unabhängige Finanzwebsite“ hochziehen, die „Geldthemen ganz anders aufbereitet, den Menschen die Welt des Geldes erklärt, ihnen die Schwellenangst vor der Börse nimmt, den Sparprozess in Deutschland weiterentwickelt. Und das alles: total populär, völlig unkompliziert und sehr unterhaltsam“, wie Diekmann mitteilte. 

          Wie das Medienportal Meedia schreibt, wird die ehemalige Chefredakteurin von Business Insider Deutschland, Christin Martens, inhaltlich für das Portal verantwortlich sein. Für den Launch werde ihr ein Team von zehn Redakteuren unterstellt sein.

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