https://www.faz.net/-gv6-93tzv

Ex-“Bild“-Herausgeber : Kai Diekmann gründet digitale Vermögensverwaltung

  • Aktualisiert am

Steigt ins Finanzgeschäft ein: Medienprofi Kai Dieckmann Bild: dpa

Früher gab er die Bild heraus, heute will er einen 20 Milliarden-Euro-Fonds für Kleinsparer auflegen. Kai Diekmann will eine virtuelle Vermögensverwaltung samt Content-Geschäft aufbauen.

          Der ehemalige „Bild“-Herausgeber Kai Diekmann plant zusammen mit dem Banker Lenny Fischer eine virtuelle Vermögensverwaltung. Sie wollten den Deutschen das Sparen in der Nullzinsära beibringen, sagten Diekmann und Fischer dem „Manager Magazin“. Ziel sei, in den kommenden Jahren 20 Milliarden Euro Anlegergelder einzusammeln.

          Zielpublikum sind Diekmann und Fischer zufolge Anleger, die ihr Kapital derzeit auf nahezu ertraglosen Sparbüchern deponiert haben. Ihr „Zukunftsfonds“ soll im zweiten Quartal des kommenden Jahres an den Start gehen. Das Anlageangebot soll aktiv vor allem über digitale Kanäle vertrieben werden und deutlich günstiger sein als vergleichbare Konkurrenzprodukte. Die jährlichen Kosten sollen um die 1,4 Prozent des Sparkapitals liegen.

          Um dem Fonds genügend Aufmerksamkeit zu verschaffen, verhandeln Fischer und Diekmann derzeit mit mehreren Medienhäusern über Kooperationsverträge, wie das „Manager Magazin“ berichtete. Diekmann war Ende Januar aus dem Springer-Verlag ausgeschieden. Fischer ist laut „Manager Magazin“ sein Freund aus Bielefelder Kindertagen.

          Geldanlage plus Finanzbildung

          Das Start-up soll als eines seiner ersten Projekte eine „journalistisch unabhängige Finanzwebsite“ hochziehen, die „Geldthemen ganz anders aufbereitet, den Menschen die Welt des Geldes erklärt, ihnen die Schwellenangst vor der Börse nimmt, den Sparprozess in Deutschland weiterentwickelt. Und das alles: total populär, völlig unkompliziert und sehr unterhaltsam“, wie Diekmann mitteilte. 

          Wie das Medienportal Meedia schreibt, wird die ehemalige Chefredakteurin von Business Insider Deutschland, Christin Martens, inhaltlich für das Portal verantwortlich sein. Für den Launch werde ihr ein Team von zehn Redakteuren unterstellt sein.

          Weitere Themen

          Haben Bitcoin & Co noch eine Chance?

          Krypto-Anlagen : Haben Bitcoin & Co noch eine Chance?

          Auf den Hype um Krypto-Anlagen folgte der große Kater: Nach dem vorangegangenen Mega-Boom erlitten Bitcoin & Co im abgelaufenen Jahr massive Verluste. Wie geht es 2019 weiter?

          Das ist die erfolgreichste Autoaktie 2018

          Geldanlage : Das ist die erfolgreichste Autoaktie 2018

          Unter den Autoaktien war in diesem Jahr ausgerechnet die am erfolgreichsten, auf der am meisten herumgehackt wurde. Einige Verlierer könnten aber 2019 wegen günstiger Bewertungen für Anleger interessant sein.

          Topmeldungen

          EU-Gipfel in Brüssel : Im absoluten Krisenmodus

          Die Stimmung auf dem EU-Gipfel in Brüssel ist gereizt. Die EU will Theresa May nicht geben, was sie will, die Stimmen aus ihrer Heimat sind vernichtend. Und dann löchert Angela Merkel die Premierministerin noch mit Fragen.

          Neue Gesetze : Was sich 2019 alles ändert

          Eine Reihe von Neuregelungen können zum 1. Januar 2019 kommen – in der letzten Sitzung des Jahres gab der Bundesrat dafür grünes Licht. Eine Verfassungsänderung bremst die Länder aber erst einmal aus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.